Quelle: Theater Aachen

Am 12.09.2010  läutete das Theater Aachen einen glanzvollen Auftakt in die neue Spielzeit ein. Mit „Kabale und Liebe“ gelang dem Aachener Ensemble ein klassisches Stück in die Moderne zu transferieren – ohne dabei über die Strenge zu schlagen. Authentische Textarbeit und ein außerordentlich originelles Bühnenbild zeichnen die Inszenierung aus.

Zum Inhalt:

Bedingungslose Liebe und der Traum von einem gemeinsamen Leben – das sind die Motive, welche Luise und Ferdinand dazu treiben bis ans Äußerste zu gehen – und wenn es sein muss bis in den Tod.

Aber noch mal von vorne: Luise, Tochter des  Musikermeisters Millers, liebt Ferdinand. Der ist allerdings  seinerseits Sohn von Präsident von Walter. Eine Bürgerliche und ein Präsidentensohn geben seit jeher Grund für Klatsch und Tratsch. Doch damit nicht genug, denn der Präsidentenvater hat eigetlich ganz andere Pläne für und mit seinem Sohn. Wenn es nach ihm ginge, so sollte Ferdinand doch besser die Lady Milford heiraten, denn dann hätte er auch noch was davon. Seine Herrschaftsbeziehungen wären gestärkt und seine Macht noch größer. Lady Milford by the way hätte gar nicht mal was dagegen, ihr Bett statt mit dem Hofmarshall mit dem knackigen Jüngling Ferdinand zu teilen.  Blöd nur, dass es sich bei Ferdinand und Luise um ausgemachte Sturrköpfe handelt.

Er würde lieber auf allen Ruhm und Reichtum  verzichten, als nach der Nase seines Vaters zu tanzen. Und sie? Sie eigentlich auch. Wenn sie nicht so verdammt verantwortungsvoll wäre. Einfach alle Zelte abbrechen und mit Ferdinand durch brennen? Kommt nicht in Frage für Luise, die ihre Eltern auf keinen Fall im Stich lassen will. Guter Ansatzpunkt übrigens für eine Intrige.

Und da kommt der Wurm ins Spiel. Wer? Hauptsekräter Wurm, engster Vertrauter des Präsidenten UND selber ziemlich scharf auf Luise. Trotz pathologisch gestörtem Sozialverhalten ist der Wurm listig und Meister der Kable. So heckt er eine Strategie aus, mit welcher er an Luise, der Präsident an mehr Macht und Lady Milford an Ferdinand käme.

Wie wäre es, wenn man Ferdinand einfach durch Luises Hand in rasende Eifersucht bringen würde, so dass er sich freiwillig von ihr abwendet? Beispielsweise durch einen gefakten Brief an einen öminösen Liebhaber, den man Ferdinand ganz zufällig zu kommen ließe. Und wie wäre es, wenn Luise diesen Brief auch noch gleich selber schriebe, damit es auch authentisch rüber kommt? Alles, was man dazu bräuchte, wäre ein bisschen Erpressung hier und ein bisschen Intrige dort.

Während Ferdinand plötzlich an allem zweifelt, folgt die in Angst und Schrecken versetze Luise in ihrem Innersten einem ganz eigenem, von ihrem tiefen Glauben geleiteten Weg – für beide mit fatalen Folgen …

Quelle: Theater Aachen

Inszenierung Bernadette Sonnenbichler
Bühne Jens Burde
Kostüme Tanja Kramberger
Musik Martina Eisenreich
Dramaturgie Inge Zeppenfeld

Präsident von Walter Karsten Meyer
Ferdinand Robert Seiler
Hofmarschall von Kalb Rainer Krause
Lady Milford Bettina Scheuritzel
Wurm Thomas Hamm
Miller Andreas Herrmann
Frau Miller Elisabeth Ebeling
Luise Emilia Rosa de Fries
Kammerdiener Joey Zimmermann

Karten unter: http://www.theater-aachen.de

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