Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Crowdfunding ist eine neue Möglichkeit der Geldbeschaffung im Netz. Sei es für ein gemeinnütziges Projekt oder für die Verwirklichung eines persönlichen Traums – Crowdfunding macht es möglich.

Finanziert werden können Projekte, Produkte oder Geschäftsideen via Crowdfunding. Die Crowdfunding-Plattformen sprießen derzeit auf allen Kontinenten wie Unkraut aus dem Boden. Auch in Deutschland gibt es bereits diverse Crowdfunding Webseiten. Dies ist insofern beachtlich, da das komplizierte deutsche Steuersystem Crowdfunding als Unternehmensstrategie nicht besonders einfach macht.

 

Crowdfunding

Crowdfunding

In Deutschland funktioniert Crowdfunding über zwei verschiedene Arten: Als Spende mit Spendenquittung oder als einmalige Zahlung mit Zustellung eines Danke-schön-Produktes. Um eine Spendenquittung für eine Spende via Crowdfunding zu bekommen, muss das Projekt, für welches gespendet wird offiziell als gemeinnützig in Deutschland anerkannt sein. Sonst wird’s nichts mit der Spendenquittung und der gespendete Betrag ist nicht absetzbar.

Einzige Ausnahme bietet derzeit die Crowdfunding Plattform http://betterplace.org

Die Art und Weise, wie der Umgang mit Spendenquittung dieser gAG gehandhabt wird, ist durch aus originell. Denn die Macher von http//betterplace.org haben eine Grauzone im deutschen Steuerrecht gefunden und stellen auch Projekte auf ihre Crowdfunding Plattform, die offiziell nicht als gemeinnützig anerkannt sind, aber einen gemeinnütziges Ziel verfolgen. So kann zum Beispiel Nachbarin Rosie ein Projekt erstellen, in dem sie Spenden für die Operation ihrer Tochter eintreibt. Offiziell kein gemeinnütziges Projekt, aber dennoch eine gute Sache.

 

Crowdfunding funktioniert vereinfacht so:

Ein Aktionsbetreiber stellt ein Projekt auf einer Crowdfunding Plattform online und gibt Sinn und Zweck einer Aktion an. Zusätzlich wird ein Betrag X angegeben, der benötigt wird, um die Aktion erfolgreich durch zu führen. Im Anschluss muss das Projekt vom Betreiber promoted werden. Ohne Marketing im Umkreis des Aktionsbetreibers funktioniert Crowdfunding nämlich nicht. In der Regel machen die Betreiber von Crowdfunding Plattformen nämlich keine Werbung für ein bestimmtes Projekt und empfehlen auch Projekte nicht an andere Unternehmen weiter. Sie stellen ausschließlich die Infrastruktur zur Verfügung. Besucher der Crowdfunding Plattform können via Kategorie oder, wie bei betterplace.org, auch via Region nach einem förderungswürdigen Projekt suchen und dort eine Spende abgeben. Die Höhe der Spende kann selbst gewählt werden.

Als Danke schön bekommt der Spender dann im Gegenzug entweder eine Spendenquittung (im Fall der betterplace.org in elekronischer Form, was zwar durchaus eine ökologisch vertretbare Sache, aber aus steuerrechtlicher Sicht wiederum eine Grauzone ist) oder ein Geschenk des Aktionsbetreibers. Oftmals hängt das Geschenk von der Höhe der Spende ab.

Die Spenden an ein Projekt sind beim Crowdfunding sind zumindest in Deutschland zweckgebunden und gehen zu 100% an die Aktionen.

Weltweit gibt es etliche Crowdfunding Plattformen, die über die Finanzierung von gemeinnützigen Projekten hinaus geht, wie etwa:

–       http://iPledg.com (Australien)

–       http://ArtistShare.com (USA)

–       htt://Kickstarter.com (USA)

–       http://Fundbreak.com

–      htt:// Sonicangel.com

–       http://Sellaband.com

–       http://crowdfunding.crowdfunding.ch/

Erfolgreiche deutsche Plattformen sind:

–       inkubato

–       mySherpas

–       pling

–       Startnext

–       VisionBakery

–       Betterplace.org

–       Startnext.de

 

Gespendet wurden in Deutschland im ersten Quartal 2011 76.515 Euro. Im zweiten Quartal kamen bereits 122.003 Euro zusammen. Dies entspricht einer Steigerung von 60%.  Im 3. Quartal 2011 stiegen die Spendeneinnahmen auf 154.833 Euro.

Da größte Crowdfunding Projekt in Deutschland wurde von der Kölner Medienagentur Brainpool initiert, die für die Verfilmung der nächsten Stromberg Staffel innerhalb von einer Woche 1 Millionen Euro an Spenden via Crowdfunding sammeln konnte. Es scheint, als entwickele sich Crowdfunding zu einer Revolution der Online Finanzierung. Es bleibt abzuwarten, ob auch deutsche Crowdfunding Plattformen so viel Erfolg haben werden, wie ihre internationalen Kollegen.

Erfolgreich zu bloggen, das ist eine Kunst. Scheint es auf den ersten Blick doch beinah einfacher ein englisch sprachiges Publikum zu erreichen, so haben sich aber auch einige deutsche Blogger unter die erfolgreichsten Blogger der Welt gemischt. Sascha Lobbo schätzt die deutsche Blogger-Riege auf ca. 250.000 Menschen, die mehr oder weniger regelmässig das Netz mit ihren Inhalten füttern.

Indikatoren zum Messen des Erfolges beim Bloggen sind neben der Monetarisierung, auch Kennzahlen wie Anzahl der Posts pro Jahr und vor allem Abonnementen des Blogs. Zwei deutsche Blogger, die anscheinend alles richtig machen, möchte ich euch kurz vorstellen.

Peer Wandinger gehört zu den einflussreichsten Bloggern in der deutschen Blogosphäre. Mit mehr als 30.000 Kommentaren und 2.000 Fachartikeln gibt sein Blog http://www.selbstaendig-im-netz.de/  reichlich Content Futter her. Über 4.500 Abonnementen folgen dem Blog, auf dem sich alles um das Thema „selbstständig Arbeiten im Netz“ dreht. Mit 2-4 neuen Artikeln pro Tag ist Peer Wandinger definitiv auch einer der fleißigsten Schreiberlinge seiner Gilde im deutschsprachigen Raum.

Ebenso erfolgreich im Netz ist Robert Basic, der hinter diesen Projekten steht:

http://www.robertbasic.de/

http://www.buzzriders.com/

http://www.basicthinking.de/blog/

Basic Thinking ist einer das meist verlinktestes Blog im deutschsprachigen Raum. Es heißt:

Mit einem gelungenen Themenmix aus aktuellen Trends im Netz, Technik, Software sowie allerlei Geschichten aus dem privaten Umfeld generierten mehr als 2,5 Millionen Besucher im Jahr 2008 knapp vier Millionen Seitenaufrufe.

Doch so richtig bekannt, wurde Robert Basic erst als er 2009 seinen Blog auf Ebay versteigerte und satte 46.902 Euro mit Domain, Logo und dem Names des Blogs einnahm.

Wer würde nicht gerne auch so ein heiden Geld machen mit seinem Blog und ist das überhaupt möglich? Sind es nicht nur einige wenige Geeks, die in der Blogosphäre wirklich vom Bloggen leben können? Dieser Frage bin ich einmal auf den Grund gegangen und habe dabei Erstaunliches festgestellt.

Mein Blogger Kollege Florian Skupin von http://www.timsta.de hat zu demselben Thema eine interessante Tabelle mit den Einnahmen von Bloggern zusammen gestellt. An dieser Stelle sei nur ein Auszug gezeigt, die vollständige Tabelle gibt http://www.timsta.de zu sehen.

Einkommen von Bloggern in 2011

Einkommen von Bloggern in 2011 (Quelle: http://www.timsta.de)

 

Wie sich herausstellt schafft es Kollege Peer Wandinger nicht nur unter die Top Ten, sonder sogar unter die Top 3 der erfolgreichsten Blogger in 2011. Mit einem Bruttoeinkommen von 31.896 € stellt sich die Frage, ob er nun gänzlich zum hauptberuflichen Bloggen übergehen will.

Eine Auswahl der besten internatiolen Blogs hat die Times auf ihrer Webseite veröffentlicht. 

 

Times.com wählte diese 25 Blogs zu den erfolgreichstem im Jahr 2011. (Mehr dazu unter http://www.time.com/time/specials/packages/completelist/0,29569,2075431,00.html#ixzz1iSDbJQ6o)

Ich hoffe, dieser Blog Post gibt euch genügend Inspiration auch euer Bloggen auf ein neues Level zu bringen. Nicht jeder wird es auf Anhieb schaffen, seinen Blog zu monetarisieren, geschweige denn Vollzeit mit Bloggen Geld zu verdienen. Aber man kann auf jeden Fall von den besten lernen, wie man seinen Blog so aufstellt, dass es zu schaffen ist. Gutes Schaffen in 2012 wünsche ich euch!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit einem Blog Geld zu verdienen. Neben Google Adsense, was sicherlich mittlerweile eine der häufigsten Methoden ist, haben sich in den letzten Jahren verschiedene Micro-Payment-Systeme gebildet. Eines davon ist Flattr, welches ich für euch einmal unter die Lupe genommen habe.

Das aus Schweden stammende Konzept Flattr ist eigentlich nichts anderes als ein Abonnement für kreative Inhalte im Netz. Der Name Flattr ist allerdings nicht schwedisch, sondern setzt sich aus dem Begriff Flatrate und to flatter (jmd. schmeicheln) zusammen.

Geld verdienen mit Flattr

Geld verdienen mit Flattr

Blogger und andere Medienanbieter platzieren derweil auf ihrer Webseite einen Flattr-Button, der angeklickt werden kann, wenn die Inhalte der Seite gefallen. Für jeden Klick wird dann ein Betrag X fällig. Im Prinzip ist der Flattr-Knopf nichts anderes als ein Spendenknopf.

Der User entscheidet sich bei seiner Registrierung auf Flattr dazu, einen gewissen Betrag im Monat zu „verflattrn“. Mindestens 2 Euro müssen eingezahlt werden. Am Monatsende werden die Klicks dann zusammen gezählt und die eingezahlte Summe auf alle geklickten Inhalte gleich verteilt. Wird innerhalb eines Monats nicht „geflattrt“, so wird das eingezahlte Geld an eine gemeinnützige Organisation gespendet.

Flattr

Flattr

Flattr Beispielrechnung 1:

Ein User registriert sich bei Flattr und zahlt 2 Euro ein. Im Laufe des Monats klickt er 10 Mal den Flattr Knopf auf verschiedenen Seiten. Am Ende des Monats werden die 2 Euro somit auf 10 Webseiten verteilt à 0,20 Euro.

Flattr Beispielrechnung 2:

Ein User registriert sich bei Flattr und zahlt 2 Euro ein. Schon schnell nach der Anmeldung verliert er das Interesse an dem Service. Während des gesamten Monats hat er nur einmal den Flattr Button auf einem Blog gedrückt. Seine 2 Euro werden am Ende des Monats daher komplett an diese eine Webseite ausgegeben.

Die angezeigte Klickzahl auf einem Flattr-Button gibt also wenig Auskunft darüber, wie viele Euro für den entsprechenden Beitrag gezahlt bzw. gespendet wurden. Apropo Spenden: Seit Januar 2011 bietet Flattr auch einen zusätzlichen „Donate“ Button an. Dieser ermöglicht es dem Flattr-Nutzer eine direkte Spende zwischen 2 und 50 Euro an einen Blogeigentümer zu schicken. Für jede Spende wird eine Transaktionsgebühr fällig.

Blog monetarisieren mit Flattr

Blog monetarisieren mit Flattr

Die Idee hört sich im Prinzip gar nicht mal so schlecht an – wenn da nicht diese gemeinen Transaktionskosten wären 😉

Für die Nutzung von Flattr verlangt der Anbieter eine Nutzungsgebühr in Höhe von 10%. Zusätzlich kommen noch Gebühren für das Hoch- und Runterladen von Beträgen auf bzw. von der Plattform durch einen Bezahldienst, wie etwa Paypal (2-4%).

Interessanterweise steckt hinter dem Konzept Peter Sunde, der Macher der Torrent-Tracker Seite „The Pirate Bay“. Sascha Lobo hat zu der Frage, warum er nicht flattere, einen interessanten Kommentar über Herrn Sunde geschrieben. In diesem heißt es:

Ja, die Musikindustrie hat sich in den letzten Jahren grauenvoll dumm verhalten. Ja, das Urheberrecht hatte schon im 20. Jahrhundert seine Schwächen und für das 21. Jahrhundert ist es stark reformbedürftig. Ja, P2P ist nicht die Wurzel alles Bösen. Aber die arrogante, pubertäre, selbstgerechte Art, wie The Pirate Bay und damit auch Flattr-Gründer Peter Sunde sich einen Dreck um alle anderen inklusive der Musiker und Filmschaffenden geschert hat und damit mutmaßlich auch noch selbst Geld verdient hat, die stösst mir übel auf (selbst, wenn sie ein bisschen lustig ist). Flattr erscheint mir unter anderem als Feigenblättchen eines Menschen, dem seine Rolle der Contentdiebstahlbeihilfe etwas unangenehm geworden ist. Dazu noch ist das intransparente, von einer gewissen Schmierigkeit durchzogene Handeln von The Pirate Bay – zum Beispiel, was die Verkaufsabsichten anging – nicht geeignet, um größeres Vertrauen zu Herrn Sunde und seinen Geschäftspartnern aufzubauen.

Seit August 2010 testet nun auch Wikileaks Flattr. (Martin Weigert (2. August 2010): WikiLeaks testet Flattr. netzwertig.com) Innerhalb von 12 Stunden spendeten mehr als 400 Nutzer via Flattr an Wikileaks, dabei hatte Wikileaks noch nicht mal einen eignen Flattr Button. Beobachter meinen, dies könnte der große Durchbruch für Flattr werden.

Interessant wäre zu erfahren, wie viele User Flattr denn bislang in ihrem Netzwerk hat…

Vor einigen Tagen hatte ich ja bereits über den aktuellen Skandal der britischen Zeitung „News of the World“ berichtet. (Zum Artikel gehts hier „Englands Hacker Journalismus“) Das brisante Thema wird nun auch in Hollywood aufgegriffen und verfilmt. Der Trailer klingt schon einmal viel vesprechend 😉

How-To: 2 Skype Accounts auf einem Rechner

Veröffentlicht: 15. Juli 2011 in Medien, Skype
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Bowling-fail by xraysucks

Bowling-fail by xraysucks

Kennst du das? Du hast jede Menge Skype-Kontake, sowohl beruflich als auch privat – alle in einer Liste – in einem Skype-Account. Wenn du online bist, sehen das sowohl deine Geschäftskontakte als auch deine privaten. Du würdest Beruf und Privatleben lieber trennen? Dann richte dir gleich heute 2 Skype-Accounts auf deinem Rechner ein. Wie das geht, erklär ich dir hier:

Für Skype 4.0 und neuere Versionen

Um mehrere Skype-Accounts auf einem Computer laufen zu lassen, gehe wie folgt vor:

1. Klicke in der Windows-Taskbar auf START>RUN (oder drücke die Windows-Taste und R auf deiner Tastatur)

2. Im RUN-Fenster gibst du nun folgendes Kommando ein (inkl. Anführungszeichen) und drücke OK:

„C:\Program Files\Skype\Phone\Skype.exe“ /secondary

Um eine Fehlermeldung zu vermeiden, schlage ich vor, dass du diese Formel hier einfach kopierst und bei dir einsetzt. So vermeidest du Rechtschreibfehler, etc.

Sollte das oben beschriebene Szenario nicht funktionieren, dann versuche folgendes:

1. Finde die Datei Skype.exe auf deinem Computer (C:\Program Files\Skype\Phone\)

2. Rechter Mausklick und wähle Send to > Desktop (kreiere einen Shortcut)

3. Finde den Shortcut auf deinem Desktop, dann mit der rechten Maustaste draufklicken und Einstellungen auswählen

4. Ins Zielfeld gibt’s zu am besten /secondary ein. Das Zielfeld sollte nun lauten: „C:\Program Files\Skype\Phone\Skype.exe“ /secondary

5. Zum Schluss noch OK klicken. Jetzt sollte es funktionieren.

Für Skype 3.8 und frühere Versionen

Voraussetzung: Windows XP, 2 Skype Accounts

Als erstes erschaffe dir einen neuen Windows User, indem du in die Systemsteuerung gehst und auf User Accounts klickst. Wähle Create a new Account und folge der Anleitung. Ich schlage weiterhin vor, dass du dem neuen User auch ein neues Passwort gibst, indem du auf den neu erschaffenen User klickst und die Option Set Password auswählst. Der neue User braucht jetzt natürlich auch Admin Rechte zu deinem PC.

Als nächstes stellst du einen Shortcut von Skype her oder mache eine Kopie vom Shortcut, der bereits in deiner START Leiste zu sehen ist. Mit einem Rechtsklick auf den neuen Shortcut gelangst du zu Einstellungen. Am Ende der ersten Seite siehst du den Knopf Erweitert. Klicke diesen Knopf und wähle Run with different credentials und abschließend mit OK bestätigen. Abschließend noch mal Ok drücken, um die Einstellungsleiste zu schließen.

Das war`s auch schon. Immer wenn du diesen Shortcut aufrust, fragt dich dein Computer nun nach dem Windows Usernamen und dem festgelegten Passwort. Gib den Skype Namen und das Userpasswort ein.

Das Ende der „News of the World“

Was derzeit der Abhörskandal der britischen Zeitung „News of the World“ ans Tageslicht bringt, ist ganz schön bitter. Gewissenlos übertraten englische Journalisten unter der Murdoch-Flagge gezielt moralische, ethische und auch rechtliche Grenzen, um eine gute Story zu gelangen.

Hacker in englischen Redaktionen

Dazu hackten sich die Journalisten in die Mobiltelefone von Schauspielern (wie etwa Hugh Grant oder Sienna Miller), Politikern, Fußballstars und sogar in die Handys der Königsfamilie. Systematisch wurden Mailboxen und Telefonate abgehört und damit das Intimleben zahlreicher Prominenter als saftige Story verkauft.  Denn die größte britische Sonntagszeitung stellte einen engagierten Privatdetektiv ein, der sich besonders gut auf skrupellose Abhörmaßnahmen verstand. Denn Glenn Mulcaire, der besagte Privatermittler, verschaffte sich Zugang zu den Mobiltelefonen von Angehörigen britischer Soldaten, die kürzlich in Afghanistan oder im Irak im Auslandseinsatz ums Leben kamen. So berichtet zumindest die Zeitung „Daily Telegraph“. So sollen private Gespräche von Ehefrauen, Eltern und Geschwister der getöteten Soldaten angezapft worden sein. Aus den Gesprächen wurden dann Artikel für die „News of the World“ gestrickt. Auch Polizisten sollen für die Ermittlungsdetails bestochen worden sein.

Rebekah Brooks Chefredakteurin der News of the World z.Zt. der Abhörskandale

Der Besitzer der „News of the World“ und Medienmogul Rupert Murdoch gab am Donnerstagnachmittag bekannt, dass das Blatt am Sonntag zum letzen Mal erscheint. Eine harte, aber sehr konsequente Maßnahme, findet auch Murdoch Sohn James. Er musste die Heilsbotschaft gestern der geschockten Belegschaft mitteilen. Für Murdoch geht es jedoch weniger um den moralischen Aspekt des Skandals, sondern viel mehr um ein Politikum. Rupert Murdoch, der aus Australien stammt, aber schon lange mit amerikanischen Pass in England ebt, würde gerne den Sender BSkyB aufkaufen. Seit Jahren arbeitet er bereits daran, seine Marktanteile an dem Sender, zu dem auch der Nachrichtenkanal Sky News gehört, auszubauen. Zurzeit hält Murdoch bereits 39% des Senders. Wegen seiner großen Medienmacht brauchte Murdoch dafür das Plazet der Regierung, was er Anfang März trotz großer Proteste der Opposition auch provisorisch bekam. Der Deal steht nach dem jüngsten Abhörskandal natürlich wieder auf der Kippe.

Murdoch und das Hacker Imerperium

Murdoch zieht bereits seit den Siebziger Jahren, vornehmlich auf der britischen Insel, die Marionettenstricke der Medienbranche und auch der Politik. Zum Murdoch Imperium gehören allein Großbritannien 5 Tageszeitungen der Yellow Press, wie das Boulevardblatt „Sun“. Am Wochenende erscheinen zusätzlich noch einmal 5 weitere Boulevardblätter aus dem Hause Murdoch. Berühmt und geliebt von den Briten, aufgrund ihrer unverwechselbaren Art Schlagzeilen zu produzieren, die wahrscheinlich in Deutschland bei Lesern eine Art Schockstarre auslösen würden.

Politik und Journalismus

Die britische Politik fürchtet jedoch die Blätter. Denn es heißt, wen die „Sun“ im Wahlkampf unterstützt, der wird es in die beliebte Adresse Downing Street Nummer 10 schaffen. Schon unter der eisernern Lady, Margret Thatcher (1979-19990), waren die Verstrickungen von Medien und Politik deutlich und kaum trennbar. Auch sie wusste bereits, dass sie ohne das Medienimperium keine Politik machen konnte. Auch Tony Blair und Tory David Cameron arbeitet bevorzugt mit dem Hause Murdoch zusammen und siehe da – sie schafften es auch alle Male in die Downing Street.

Abhörskandal oder investigativer Journalismus

Gerade die Beziehung des jungen Premiers Cameron könnte nicht inniger sein zur „News of the World“. So hatte er sich zu Beginn seiner Amtszeit den Ex-Chefredakteur, Andy Coulson als seinen persönlichen Medienberater an seine Seite gestellt. Coulson wiederum war an der Spitze des Blattes als der Abhörskandal um Prinz William und seine Angehörigen ausbrach. „News of the World“ hatte Details aus Mailboxnachrichten und Telefongesprächen veröffentlicht. Die Details waren so intim, dass das Könighaus beschloss Scotland Yard mit der Untersuchung der Affäre zu beauftragen. Man konnte sich nicht vorstellen, wie die Journalisten an die besagten Details auf legalem Wege heran kamen. Herauskam eine Verurteilung der Zeitung. Coulson machte seinerzeit den Richtern glaubhaft, dass er von den Geschehnissen und Vorgehensweisen seiner Mitarbeiter nichts wusste. Einer seiner Mitarbeiter musste daraufhin eine Haftstrafe absitzen.

Hacker oder Journalist?

Seinen Job als Chefredakteur gab Andy Coulson daraufhin auf und zog wenig später mit Premierminister Tory David Cameron in die Downing Street Nummer 10 ein. Er sollte fortan das Intermezzo Politik und Medien dirigieren. Doch letztes Jahr trat Coulson auch von diesem Amt zurück, nachdem die „News International“ den Behörden neues Material über die Hacking Methoden der „News of the World“ übergaben.  „News International“ hatten den Fall weiter recherchiert und kamen zu unglaublichen Ergebnissen, die offenbar sehr belastend für Coulson waren.

So kam beispielsweise heraus, dass neben den angezapften Telefonen von getöteten Soldaten auch die Mailbox eines getöteten Mädchens abgehört wurde. Die damals 13-jährige Milliy D. wurde 2002 entführt. Ihre Leiche fand man ein halbes Jahr später. Angehörige hinterließen in ihrer Sorge immer wieder Nachrichten auf der Mailbox von Milly. Da diese niemals voll wurde, gingen Angehörige und Behörden davon aus, dass das Mädchen noch lebe. Erschreckenderweise waren es aber die Journalisten der „News of the World“, die die Mailbox regelmäßg abhörten und die Nachrichten auf der Mailbox löschten, um Platz für neue zu machen.

Aus für „News of the World“

Das Blatt erscheint nun zwar zum letzten Mal, doch die Macher werden wahrscheinlich woanders unterkommen und mit ihren Tricks weitere skandalträchtige Stories schreiben. Denn auch wenn die Briten jetzt laut aufschreien, Datenschutz ist ein stark vernachlässigtes Anliegen in Großbritannien. Hoffen wir mal, dass es in deutschen Redaktionen anders dahergeht.

Facebook jetzt mit Videochat

Veröffentlicht: 7. Juli 2011 in Medien, Social Media

Die Gerüchteküche brodelte ja nun bekanntlich schon seit langem – seit heute ist es offiziell: Facebook startet Videochat. Die 750 Millionen Facebook Nutzer können nun direkt aus Facebook heraus Videotelefonate von Freund zu Freund führen. Dies gab Facebookgründer Mark Zuckerberg gestern bekannt.
Es wird spekuliert, dass die neue Funktion in direktem Zusammenhang mit dem neuen sozialen Netzwerk Google+ steht. Google+ bietet nämlich bereits Videochats – folglich musste Facebook nachziehen und hat mit Skype einen starken Partner an seiner Seite.
Ab Ende Juli können dann alle Facebook Nutzer skypen ohne eine zusätzliche Anwendung öffnen zu müssen. Zurzeit befindet sich der Videochat offiziell noch in einer „Testphase“ (Was auch immer das bedeuten mag…). Dabei ist der Grundgedanke zu einer Videochat-Funktion nicht neu – doch musste man sich bislang die externe Applikation TinyChat oder VChatter runterladen.
Mit der Einführung der neuen Videotelefonat-Funktion braucht nur noch ein zusätzlich Plugin einmalig zu installieren, im Browser installieren und kann loslegen.
Erstaunlicherweise funktioniert der Videochat zum Teil besser als das klassische Skype. In den letzten Zeit hatte ich immer wieder Probleme mit Skype eine vernünftige Verbindung nach Europa herzustellen. Der Videochat von Facebook schafft jetzt endlich Abhilfe. Und wie Facebook es auf der videocalling unterseite so schön beschreibt: „Manchmal sind Emoticons einfach nicht genug. Mit Videoanrufen kannst du deine Freunde lachen sehen.“

3 Tips für Low-Budget Marketing

Veröffentlicht: 5. Juli 2011 in Marketing, Medien
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3günstige Wege sein Unternehmen zu vermarkten

Was ist der beste Weg, um sein Unternehmen zu vermarkten? Wie kann man Werbung für sein Unternehmen schalten, seinen Namen ins Gespräch bringen und potentielle Kunden auf sich aufmerksam machen, wenn das Budget klein und der Gürtel bereits eng geschnallt ist? Gibt es günstige Möglichkeiten sich und sein Unternehmen zu promoten?


Ja, die gibt es! Ein unternehmen zu promoten ist eine konstante Herausforderung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Egal, ob du gerade erst gegründet hast oder schon lange im Geschäft bist, die folgenden Marketingstrategien ziehen immer und können dir dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen.

1. Plan deine Attacke:

Definiere, wer deine besten Kunden sind und bestimme daraufhin, wie du diese am besten erreichen kannst. Sei dabei so genau wie möglich. Der größte Fehler, den du an dieser Stelle machen kannst, ist zu generalistisch zu sein. Einer meiner Kunden beantwortete diese Aufgabe kürzlich mit der Aussage: „Meine Zielgruppe ist im Alter zwischen 16 und 45 Jahren und ist im Allgemeinen bequem und gestresst….“ Mhh, ehrlich gesagt, das trifft doch auf jeden zu zwischen 16 und 45 Jahren, oder? Get the picture?

Wen willst du also genau ansprechen? Den Geschäftsführer einer anderen Firma, den Direktor der Personalabteilung oder eine 37jährige berufstätige Mutter? Wo findest du diese Personen? Über Facebook und Twitter? Wie wäre es mit einem richtigen Treffen, z.B. bei einer lokalen Gruppierung für Existenzgründer, berufstätige Mutter, Alleinerziehende, Business-Netzwerken, o.ä. Du wirst nach ein bisschen Recherche sicherlich erstaunt sein, was alles in deiner Region geboten wird.

Wo sucht deine Zielgruppe nach Produkten bzw. Dienstleistungen? Via Google oder Bing? Was interessiert sie bei der Online-Recherche? Empfehlungen von Freunden und Bekannten, klicken Sie auf Google Werbung, gehen sie online einkaufen? Finde so viel wie nur möglich über deine Zielgruppe heraus. Schreibe dann deine Antworten auf und stimme dein Marketing mit deinen Antworten ab, bevor es richtig los geht.

2. Wenn du noch keine Webseite hast, dann bastel dir so schnell wie möglich eine!

Man kann sagen, was man will – aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich ein Unternehmer ohne Webpräsenz gar nicht mehr auf den Markt trauen kann. Es gehört einfach zum Inventar eines Unternehmens dazu! Wenn du dir die Erstellung einer individuellen Webseite nicht leisten kannst, dann erkundige dich bei Freunden, Bekannten, Kollegen und im Internet nach Alternativen. Es gibt viele Betreiber von großen Plattformen, die die kostenlose Erstellung einer Internetpräsenz erlauben, wie etwa bei Wix Die Bedienung ist auch für den Laien sicherlich nachvollziehbar und Programmierkenntnisse werden nicht gebraucht.

Eine weitere Möglichkeit wäre, auf einer Online-Plattform nach einem Programmierer oder Webentwickler zu suchen, der in einem Land wohnt, wo das Gehalt eher deinem momentan Budget entspricht – im Klartext: Source das Projekt Webseitenerstellung aus – nach Russland, in die Philippen, Indonesien oder Indien. Eine Plattform, die ich nur wärmstens empfehlen kann, ist Odesk Bist du erst einmal vertraut mit dem Prozedere wirst du dort sicherlich jemanden finden, der dir auch für kleines Geld professionelle Unterstützung geben kann.

Eine weitere Alternative könnte die Erstellung eines kostenlosen Blogs sein. Betreiber wie WordPress oder alternativ Blog bieten ein super einfaches so genanntes Content Management System an, mit dem du kinderleicht dein eigenes individuelles Blog erstellen kannst. Weitere Systeme, die ich nur wärmstens empfehlen kann, sind Tumblr oder den allseits bekannten Google Blog. Einen Blog zu betreiben macht auch aus Sicht des SEO Sinn. Google liebt Blogs! Aber davon mal abgesehen, werden es deine Kunden und Partner sicherlich begrüßen, wenn du sie über deinen Blog auf dem Laufenden hälst. Denn im Gegensatz zur klassischen statischen Webseite, ist ein Blog aktiv, interaktiv und lebt von neuen Inhalten.

3. Liste dein Unternehmen kostenlos in Suchmaschinen

Das geht super schnell und super einfach. Du kannst es unter Google.com/local; Bing.com/local sowie unter listings.local.yahoo.com ganz alleine einrichten. Nicht vergessen: Gib deine Webseite und eine Unternehmensbeschreibung an, damit deine neuen Kunden alle wichtigen Infos auf einen Blick sehen können.

Wie die meisten meiner Leser wissen, schreibe ich – beruflich, privat, unaufhörlich, mehrsprachig. Manches wird gedruckt, manches ins Internet gestellt, manches verschickt, anderes geteilt. Was hier zu lesen ist, ist allerdings nicht ein klassischer Artikel, aufgesetzt nach journalistischen Regeln – dies ist ein Rat: ein gut gemeinter! Ein Rat für meine Kollegen der Spezies Webentwickler /-designer.

Vom Bürohengst zum eigenen Chef

Viele unterbezahlte Fachmänner dieser Branche kommen irgendwann an einen Punkt in ihrer beruflichen Karriere, an dem sie es satt haben, ihrem Chef zum hundertsten Mal die Tabellenfunktion in Word zu erklären. Logische Reaktion ist dann häufig die Kündigung und in einem Atemzug der Gang zur Wirtschaftsförderung mit dem Ziel der Selbstständigkeit. Der Geruch von Freiheit dringt in die Kellergewölbe, so scheint es und mehr und mehr IT-Geeks entdecken die Vorteile des Tageslichts.

Erst mal alles neu

Hat sich der Webentwickler -Schrägstrich- designer erst einmal an das Leben an der Sonne gewöhnt, so ist er voller Tatendrang, das was er gut kann, der Menschheit anzubieten. Schließlich werden Stapelweise Papiere ausgefüllt, Hard- und Software auf den neusten Stand gebracht, die firmeneigene Webseite programmiert und optimiert und dann….

…dann könnte es eigentlich los gehen. Nur wo bleibt die Kundschaft? Mist, da war ja was. Sobald selbstständig gemeldet, beginnt die Hatz auf die Aufträge. Und ohh Schreck: Da gibt es ja auf engem Raum jede Menge Neunmalkluge, die dieselbe Idee mit der Selbstständigkeit haben. Also heißt es, Ellebogen raus und ran an die Bulletten. Es muss eine Marketingstrategie her.

Marketing mit kleinem Portemonnaie

Doch viele Webentwickler/-designer sind kleine Unternehmen oder Einzelunternehmer mit limitierten Ressourcen für Marketing Kampagnen. Große Mailings, Werbung und teure Image-Broschüren sind dann keine Option. Doch das soll nicht abschrecken – schließlich haben es schon ganz andere irgendwie geschafft ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Was allerdings kaum einer von ihnen verrät ist, dass schon so mancher sein gesamtes Erspartes in das Überleben dieses Unternehmens – und auch in sein eigenes – stecken musste, bevor es überhaupt richtig losging.

Dieser Artikel wird in simplen Schritten zeigen, dass man sein Unternehmen auch auf kreative Art – und ohne einen einzigen Cent – vermarkten kann.

Mit nur 100Euro kann ein Existenzgründer sein Unternehmen in wenigen Schritten von seiner Konkurrenz absetzen und sich stark auf einem gegebenen Markt positionieren.

Das Gute zuerst

Die guten Neuigkeiten sind, dass limitierte Ressourcen eigentlich ein Vorteil sind. Viele IT-Profis verstecken sich hinter teuren Mailings, Telefonbuch-Anzeigen und Broschüren. Ebenso sind sie stark abhängig von Suchmaschinen optimierten Schemata, wie etwa von Google- oder Overture-Werbung. Dann warten sie seelenruhig auf Kundschaft.

Ohne Luxus geht`s auch

DU hast diesen Luxus leider nicht. Du musst weise über Marketing nachdenken und kannst es dir nicht leisten mit deinem Geld Roulette zu spielen? Dann musst du schlauer, schlanker und gemeiner sein als die Konkurrenz. Während sich deine Konkurrenten hinter ihrem Marketing verstecken, hast du keine andere Wahl außer kreativ zu sein: low-cost aber mit high-impact! Du musst sichtbar werden für deine Kundschaft und vor allem attraktiv sein!.

In 5-Schritten zum Erfolg

1. Identifiziere deine Zielgruppe
2. Entwickele eine starke Werbebotschaft und einen Slogan
3. Entwickele einen Marketingplan, der sich von allen anderen absetzt
4. Werde sichtbar für deine Zielgruppe –egal auf welche Art und Weise, wenn`s sein muss
5. Stärke deine Beziehung und deine Glaubwürdigkeit


Aber bevor du anfängst…

Bevor es überhaupt los gehen kann, sind da einige Punkte, über die du dir Gedanken machen solltest:

1. Bist du gut, in dem was du tust? Denn wer nur vorgibt etwas zu sein, wird nicht lange am Markt überleben. Punkt!
2. Bist du gewillt erfolgreich zu sein? Auch wenn das bedeutet, aus deiner Komfortzone heraustreten zu müssen? Du hast kein Geld, das du in Marketing investieren kannst – also musst du Zeit investieren. Außerdem brauchst du Durchhaltevermögen, denn meist dauert der große Durchbruch länger, als man zugeben will.
3. Kannst du Marketing zu deiner Priorität machen? Viele IT Professionals glauben, dass Technologie ihre Top Priorität wäre. Leider stimmt das so nicht, denn da draußen gibt es eine Menge brillanter, jedoch am Hungertuch nagende IT_Geeks.
4. Hast du einen langen Atem? Egal ob du Freelancer sein wirst oder dein eigenes Unternehmen gründen möchtest, du musst dich 100% hineinknien. Ein eigenes Geschäft zu gründen ist nichts für Faulenzer. Wenn es mal nicht gut läuft, und das wird gerade am Anfang so sein, kannst nur du dich selbst nach vorne pushen. Es wird nicht oft vorkommen, dass jemand an deine Tür klopft und fragt, ob er dir helfen dar.
5. Hast du genug Reserven, um dich einige Zeit über Wasser zu halten, wenn die Aufträge ausbleiben sollten? Hast du genug auf der hohen Kante, um deine Miete und deinen Lebensunterhalt für eine gewisse Zeit finanzieren zu können? Es ist schwer etwas zu verkaufen, wenn man verzweifelt ist. Gute Auftragsbücher geben dir natürlich eine andere Attitüde. Um die zu bekommen, muss aber erst mal die Werbetrommel gerührt werden. Teufelskreislauf –und der kann erdrückend werden, wenn der Kühlschrank noch dazu leer sein sollte. Eine kleine Reserve ist daher für jeden Existenzgründer von enormer Bedeutung.
Du bist dir bei allen 5 Konditionen sicher, auf der sicheren Seite zu stehen? Prima, dann kann es ja los gehen mit dem Marketing für`s kleine Portemonnaie.

1. Identifiziere deine Zielgruppe
Das wichtigste bei Marketing mit wenig Budget ist die Identifizierung des richtigen Marktes sowie der richtigen Zielgruppe. Du erreichst deinen Markt viel leichter, wenn du die richtigen Menschen mit deinen Produkten oder deiner Dienstleistung ansprichst. Versuche sie nicht generell zu beschreiben, sondern geh richtig ins Detail. Du musst sie dir bildlich vorstellen können, wie sie auf dein Produkt/deine Dienstleistung reagieren, wie sie mit ihr umgehen werden. Alles andere wäre zu platt. Verbringe 70% deiner Zeit mit der Durchdringung bei deiner Zielgruppe und nur rund 30% deiner Zeit widmest du deinem bereits bestehenden Netzwerk bzw. ihrem Einflusskreis. Auf diese Weise baust du eine wettbewerbsfähige Basis für deine Nische auf.
→ Kosten für Schritt 1: 0€
Du kannst deinen zielgruppenspezifischen Markt finden, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Außerdem kostet es nichts, sich über die Branche, Gewerkschaften, Verbände, Netzwerke usw. zu informieren. Was uns zum nächsten Schritt bringt:


2. Finde Gleichgesinnte

Such dir Experten, Gleichgesinnte, Existenzgründer aus deiner Branche, mit denen du dich austauschen kannst. Fang doch erst mal bei den Leuten an, die aus deiner Branche kommen an. Du weißt, wo du sie triffst, du weißt, worüber sie sprechen, was sie hören wollen –kurz gesagt, du kennst diese Branche ganz gut. Die Hemmschwelle hier jemanden anzusprechen ist dementsprechend gering. Sie lesen dieselben Fachzeitschriften, sie gehen auf dieselben Meetings, Konferenzen, Fachmessen. Hier treffen sich die Fachmänner der Branchen, hier wird noch von Mund-zu-Mund empfohlen. Hier versteht man sich, hier spricht man dieselbe Sprache und hier weiß man um die Bedürfnisse der Branche.
→ Kosten für Schritt 2: o$
Du weißt nie, wann du einen gebrauchen kannst: den Rat deiner Kollegen. Gerade am Anfang ist es sehr hilfreich, wenn man von einem Kollegen aus der Branche hört, wie bei ihm alles begonnen hat. Es spendet Mut, wenn`s mal nicht so gut läuft und bestätigt Entscheidungen – vor allem die eine: ein Unternehmen gründen, kann ein Abenteuer sein.


3. Entwickele eine starke Marketing Botschaft und einen Slogan
Hast du erst einmal deine Zielgruppe definiert, wird es Zeit, dass du deine Geschichte an den Mann bringst. Du kannst natürlich auch einfach all deinen potentiellen Kunden erzählen, dass du ein Webdesigner oder -entwickler bist. Es wird ihnen allerdings egal sein, weil es sie nicht interessiert, da du wie jeder andere Webdesigner/-entwickler klingst. Nein, wirklich: Was du brauchst ist eine solide Marketing Botschaft. Du musst denken, wie ein Big Player. Du brauchst ambitionierte Ziele und die musst du straight verfolgen – am besten setzt du gleich sofort deine Prioritäten! Du brauchst dazu eine starke Strategie und zwar sofort. Wie du das machst? Ganz einfach:
→ formuliere ein Problem
→ biete die Lösung
→stelle die Vorteile heraus (emotional sowie rational), die diene Lösung zur Verfügung stellt.
→Zeige, wie und welche Ergebnisse du erzielen kannst (z.B. Methoden)
→Zeige auf, warum du einzigartig bist
→Beweise es (durch Empfehlungen, Testimonials oder Case Studies)

Du meisten Kleinunternehmern fällt es schwer, zu beschreiben, warum sie einzigartig sind und es zu beweisen noch mehr. Keine Sorge, das geht den meisten nicht leicht von der Hand, egal aus welcher Branche.
Eine Möglichkeit, wie man beschreiben könnte, dass man einzigartig ist, wäre vielleicht so:
– Wir haben schon mit den größten Firmen der Branche zusammen gearbeitet
– Bei uns gibt es eine Geld-zurück-Garantie – selbst 2 Monate nach unseren Arbeiten
– Wir garantieren 99,9 Zufriedenheit , andernfalls hosten wir ihre Webpräsenz kostenlos
– Wir arbeiten nur mit den neusten Technologien
Die Art und Weise mit der man diese Aussagen am einfachsten stützen könnte, sind Bewertungen und Erfahrungsberichte. Hol dir daher so genannte Testimonials bei
– früheren Kollegen,
– früheren Professoren,
– früheren Arbeitgebern
– oder alten Klassenkameraden ein.
Es müssen ja keine ellenlangen Artikel sein, ein paar Sätze reichen schon und machen sich immer gut auf der Homepage. Testimonials stärken das Ansehen und die Glaubwürdigkeit enorm. Gleichzeitig solltest du ein paar deiner Arbeiten in einer Art Portfolio präsentieren.


Wie man eine Story aufbaut

Du benutzt deine Marketingbotschaft, um andern Menschen zu zeigen, was du eigentlich kannst. Um das zu tun, brauchst du einen Slogan, einen Claim, einen Hook… Der Hook (Aufhänger) sollte die Zuhörer über das Problem, das du lösen kannst, aufklären und in einem Atemzug auf die Vorteile deiner Arbeit hinweisen. Auf diese Art und Weise setzt du dich schon mal klar ab, von anderen IT Nerds, welche die generische und luftleere Blase „Ich bin ein Webdesigner /-entwickler“ in den noch luftleereren Raum pusten.

Du könntest es z.B. so machen:
– „Ich helfe Anwälten, die Probleme haben, neue Klienten anzuziehen, eine Webpräsenz zu bauen, die sie dann professioneller aussehen lässt als die Konkurrent und das bringt ihnen Kunden.“

Wer lieber einen kürzeren Satz aufsagen möchte:
– „Ich entwickele eCommerce Lösungen für Einzelhändler, die doppelt so viel Umsatz online machen und neue Kunden anziehen möchten.“

Oder noch kürzer:
„Ich helfe Vermögensberatern aus der Masse herauszustechen.“

Wer einen starken Aufhänger hat, wird Menschen für sich interessieren. Wer seine Zuhörer erst mal am Haken (hook) hat, der kann ihnen mehr über sich erzählen, über relevante Projekte und über mögliche Dienstleistungen.
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4. Entwickel einen Marketingplan, der dich von allen andern absetzt und gleichzeitig die richtigen Kunden anzieht

Einen starken Aufhänger zu haben, ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht genug. Du musst noch ein bisschen mehr erfinden, um aus der masse hervorzustechen – und zwar dauerhaft.

Deine Kunden wollen keinen Pitch – sie wollen einen Mehrwert. Dein Marketing sollte sie daher aufklären – aber nicht zu oberlehrerhaft und sollte ihnen wichtige Informationen zur Verfügung stellen – aber nicht zu überladen. Und immer daran denken, bleib nah an der Zielgruppe – bloß nicht generalistisch werden. Etwa so:

→ „5 Dinge, die jede Unternehmenswebseite braucht“ ist viel zu allgemein gehalten. Besser wäre „Was ein Steuerberater wirklich auf seiner Seite braucht, exklusiv bei…“
→ Erstelle einen Bericht über die beste Websites, die du bislang designed oder entwickelt hast und verrate die „geheime Zutat“, die sie erfolgreich macht. Vielleicht sind es auch nur einzelne Elemente der Webseite, die außergewöhnlich gut funktionieren oder die der Standartkunde bislang sicher noch nicht in dieser Form gesehen haben wrd. Auf diese Art und Weise erklärst du dein Portfolio auf nicht-technische Weise. Dies macht es deinem potentiellen Kunden leichter, den Mehrwert zu sehen und zu verstehen.
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5. Weg mit der Tarnmaske – werde sichtbar

Du hast keine Kohle – aber du willst sichtbar werden für deine Zielgruppe – und zwar schnell. Das bedeutet, dass du die Jalousie hoch ziehen und endlich ins Tageslicht treten muss.

Der beste Weg dies zu tun, ist über dein Netzwerk. Freunde, Kommilitonen, Klassenkameraden, Nachbarn, Familie, Kirchenmitglieder, ehemalige Ehrenamtliche, Leute, die deinen Hamster mögen….whatever…denk an alle, die dich kennen oder kennen könnten und die an deinem Produkte bzw. deiner Dienstleistung interessiert sein könnten. Kontaktiere so viele Leute wie möglich und erklär ihnen, was du für eine Geschäftsidee hast. Keine falsche Bescheidenheit und keine Ausflüchte – du wirst erstaunt sein, wie gut dir das nach einer gewissen Zeit von der Hand gehen wird. Und noch erstaunlicher wird wahrscheinlich der Zuspruch sein, denn du aus deinem Netzwerk erfahren wirst.

Erzähle von deinem Geschäft – teste deinen Hook. Schlag vor, wie man dich unterstützen könnte und mach klar, dass du eines ganz dringend brauchst: Kunden

Frag also nach, wen man in deinem Netzwerk kennt, der vielleicht deine professionellen Dienste gebrauchen könnte und der sie sich auch leisten kann. Frag nach, mit wem sie Tennis oder Golf spielen gehen. Solltest du keine Bekannten haben, die Golf- oder Tennisclubs angehören, dann werde kreativ oder leih dir einen Golfschläger ☺

Ziel sollte sein, dass dir jeder deiner Kontakte mindestens 2 neue Kontakte nennen kann, der für dein Business interessant sein könnte. Wenn du diese neuen Kontakte dann kontaktierst, lass sie zu allererst wissen, von wem die Empfehlung kam und warum man denkt, dass deine Arbeit für die jeweilige Person interessant sein könnte.

Lass sie als Experten oder beliebte Bekannte da stehen. Gib ihnen ein gutes Gefühl, schmeichel ihnen – aber nicht zu viel Honig ums Maul schmieren. Man wird sich sonst über dein Handicap im Golf sehr wundern ☺ Und vergiß nicht, dich bei denjenigen zu bedanken, die dir diese Empfehlungen gebracht haben. Halt sie auf dem Laufenden. Solltest du einen Auftrag bekommen, bedank dich bei denjenigen, die dich mit deinem Auftraggeber bekannt gemacht haben.


In der Zwischenzeit gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um auf dem Markt sichtbar zu werden:
– trete Verbänden, Netzwerken, Fachgruppen bei und zeig, was du drauf hast
– biete dich als Gastredner / -autor an
– Werde Mitglied in einer gemeinnützigen Organisation. Werde aktiv und biete deine Dienste an. Nutze diese Arbeit wiederum als Referenz.
– Engagier dich in der Industrie- und Handelkammer deiner Region. Knüpfe Kontakte bei Geschäftsessen und Informationsveranstaltungen.
– Schreibe Artikel. Stell sie anderen zur freien Nutzung zur Verfügung, wenn sie auf dein Unternehmen verlinken als Gegenleistung (z.B. via Enzine).
– Schreibe Pressemitteilungen. Das wirkt immer seriös – Kunden lieben es. Zusätzlich Handelszeitschriften freuen sich ebenfalls über Gastbeiträge, solange sie nicht verkaufsorientiert geschrieben sind.
– Kontaktiere Führungspersonen aus der Branche und frag sie nach Rat. Erfolgreiche Menschen mögen es Rat zu geben. Vielleicht findest du auf diese Art und Weise auch einen Mentor. Das kann nie schaden.

Diese Liste könnte endlos weiter geführt werden, denn es gibt jede Menge Möglichkeiten kostenlos auf sich aufmerksam zu machen. Allen Arten gemeinsam ist, das aktive Handeln.
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6. Baue konstant Geschäftsbeziehungen auf und arbeite an deiner Glaubwürdigkeit

Sobald du damit anfängst, die an die oben beschriebenen Ratschläge zu halten, hör nicht mehr auf Kontakte zu knüpfen und dein Netzwerk zu pflegen. Ein Unternehmen zu gründen kann sich anfangs anfühlen, als würde man einen Felsen auf einen Berg schieben. Es braucht die zehnfache Energie, um einen Auftrag zu bekommen. Doch ist der Stein erst mal ins Rollen gebracht, geht alles viel leichter von der Hand. Manchmal will man einfach aufgeben, aber alle die durchhalten, werden belohnt werden, wenn sie ein starkes Netzwerk haben, dass sie auffängt.
Nach einiger Zeit, werden sich die Leute an dich erinnern. Sie werden merken, dass du nicht einer von vielen bist, sondern dich als einen ernsthaften Unternehmer wahrnehmen. Wichtig ist nur, dass du nicht aufgibst. Studien zeigen, dass es 4 oder 5 positive Interaktionen braucht, bis ein potentieller Kunde, dir einen Auftrag gibt. Also bleib am Ball, bleib in Kontakt mit den Menschen, die du triffst. Finde ihre Interessen heraus, unterstütze sie in diesen, wenn möglich, z.B. indem du ihnen relevante Artikel zu diesen Themen schickst. Frag sie, ob sie deinen Newsletter abonnieren wollen.
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Wenn du konstant mit deinem Netzwerk in Kontakt bleibst, wirst du dich automatisch von deinen Mitbewerbern absetzen. Die meisten von ihnen treffen sich nur mit einem potentiellen Kunden, um ihm etwas verkaufen zu wollen und wenn dieser nicht anbeißt, bleibt es oftmals bei diesem einem einzigen Treffen. Du dagegen, machst deine potentiellen Kunden zu deinen Vertrauten, zu deinen Eingeweihten. Und rate mal, wenn sie als erstes anrufen werden, wenn sie ein IT-Problem haben …?

Die Kopplung von Social Media und Journalismus

Veröffentlicht: 2. Juli 2011 in Medien
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Social Media

ist auf  einem so unglaublich großen Vormarsch, dass Print Medien mehr und mehr nach hinten gedrängt werden. Dies erlaubt die Frage, wie die Zukunft des Journalismus aussehen könnte. Wird in Zukunft Social Media mit Journalismus verknüpft sein?
Social Media hat die Art und Weise, wie Journalisten ihren Job machen, erheblich verändert. Um heutzutage als Journalist erfolgreich zu sein, müssen sie stark in Social Medien involviert sein. Sie müssen tweeten, ihre verschiedenen Social Media Profile konstant updaten und bloggen, als gäbe es kein Morgen. Wenn sie dies nicht tun, werden es andere Journalisten tun und ihnen dadurch eine Nasenlänge voraus sein. Schließlich beruht Erfolg in der Welt des Journalismus darauf, eine gute Geschichte zu erhaschen, bevor sie irgendjemand anderes hat.

Social Media als Filter

Social Media kann ein Filter für  hochwertigen Inhalt sein und manchmal auf einfach für Skurilles. Journalisten nutzen Social Media um Nachrichten zu sammeln und zu syndizieren. Ein weiter wundervoller Vorteil der Social Media Aktivität ist, die Möglichkeit eine persönliche Beziehung zu den Lesern aufzubauen. Durch Social Media ist es möglich aktiv Vertrauen und Annerkennung bei den Lesern zu erlangen, mit ihnen zu interagieren und die Beziehungen zu stärken.  Wie wird also die Beziehung zwischen Social Media und Journalismus in Zukunft aussehen?

Social Media und Nachrichtengenerierung

Viele Unternehmen nutzen bereits aktiv Social Media Plattformen, um relevante Nachrichten in ihre Webpräsenz zu einzubeziehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Qualität und Einzigartigkeit der Nachrichteninhalte. Denn jeder möchte, wenn möglich eine einzigartige geschichte präsentieren – abgesehen von Suchmaschinen relevanten Aspekten (Stichwort: unique content). Viele auf Social Media spezialisierten Unternehmen kooperieren daher direkt mit Nachrichtenseiten oder kaufen sie sogar auf, so dass sie beides anbieten können: Qualität und Quantität. Die Nachrichteninhalte werden zielgruppengemäß angepasst und es schließlich gibt mehr Inhalte als eine Person jemals aufnehmen könnte.

Social Media Engagement im Journalismus

Heutzutage gibt es viele Journalisten, die nicht mehr im traditionellen Print-Journalismus arbeiten. Ihre Schreibfähigkeiten haben sich zwar überhaupt nicht verändert, jedoch die Verbreitungsart. Aufgrund der expansiven Fähigkeiten von Social Media können Journalisten ihren Lesern allerlei Möglichkeiten bieten (wie zum Beispiel in der Lage zu sein, für die Lieblingstory abzustimmen), die vorher nicht zur Verfügung standen. Kurz gesagt, haben die Leser sehr viel direkteren Kontakt und die Möglichkeit der persönlichen Auseinandersetzung  mit dem Journalisten als je zuvor. Die  interaktive Form von Social Media Plattformen fördert die Leser, sich einzubinden und regelmäßig zu interagieren.

Was wird die Zukunft bringen?

Social Media erlaubt immer mehr Menschen, gehört zu werden. Natürlich kann es passieren, dass ein Großteil der Inhalte nicht von hochwertiger Qualität sein wird. Die meisten Leute werden nur Interesse an Inhalten haben, die sie wirklich genießen, zu konsumieren. Wenn es um Journalismus geht, müssen die Quellen glaubwürdig gesichert und der Glaubwürdigkeitsfaktor sehr hoch sein. Substanz ist außerordentlich wichtig, wenn es um gute Inhalte geht. Denn schöne, doch leere Worte werden den Leser nicht erreichen.

Fazit

Journalisten und die gesamte Journalismus Branche war immer schon unglaublich wichtig und daran wird sich sicherlich auch zukänftig nichts ändern. Es bleibt allerdings ebenso  wichtig daran zu erinnern, dass Publikum in Kontakt zu bleiben, ein Ziel ist, welches an die Spitze der Prioritätenloste eines Journalisten gehört. Abgeshen davon, dass es beide Seiten ungemein befriedigen kann, hilft es sowohl stetig neue Inhalte zu generieren als auch eine konstante Leserschaft aufzubauen. Fazit: Es macht sehr viel Sinn für Journalisten, sich via Social Media zu engagieren, denn schließlich geht es in erster Linie um Inhalte und Inhalt ist bekanntlich König!