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Aachen. Immer weniger Kinder und Jugendliche sind in einem Sportverein. Gründe dafür gibt es viele, wie etwa die Ganztagsschule oder aber auch das Überangebot von Freizeitmöglichkeiten. Noch vor wenigen Jahren waren Schüler im Regelfall mittags schon zu Hause und hatten somit genug Zeit, um nachmittags oder abends in den Sportverein zu gehen. Doch mittlerweile machen die Kinder nachmittags in der Schule Sport und sind auch sonst mit vielfältigen Angeboten, wie etwa dem Spielen im Internet oder auf der PlayStation, gesättigt. Den Sportvereinen geht somit der Nachwuchs verloren.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Um an diesem Zustand etwas zu ändern, tritt die Jugendabteilung des Vfb 08 Aachen e.V. massiv in die Offensive. Erst kürzlich ging der Verein gezielt in Grundschulen und Kindergärten, um die Kinder für den Fußballsport zu begeistern. „Wir wollen nicht warten, bis die Kinder irgendwann einmal zu uns kommen. Deshalb gehen wir eben direkt zu den Kindern“, erklärt Alexander Gösgens, 2. Vorsitzender des Vfb 08.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Die Resonanz auf die Aktion ist beachtlich. Mit ihrem Angebot rannten sie in den Aachener Schulen und Kitas offene Türen ein. Kurze Zeit später kann der Verein mit zwei F-Jugend-Mannschaften und einer Bambini-Gruppe aufwarten.

Und die durften am Wochenende bei den Fußballjugendtagen des Vfb 08 den Großen einmal zeigen, was sie schon alles drauf haben. Für die ganz jungen Nachwuchsspieler gab es ein Bambini-Turnier, während die F1-Mannschaft des Vfb 08 einen 7:1-Sieg gegen den S.V. Blau-Weiss 1946 e.V. einheimste.

Für den Verein geht es jetzt mit großen Schritten voran.

Über eine ganze Reihe Neuanmeldungen freut sich nun der Verein, dessen Jugendabteilung sich von Grund auf neu organisiert.

Die jungen Spieler müssen jetzt natürlich gut ausgestattet werden. Zum Glück hat der Vfb 08 erst neulich bei dem Förderprogramm „1.000 mal 1.000“ der Landesregierung NRW und des LandesSportBund NRW einen Zuschlag bekommen. Bei dem Förderprogramm wurden 1.000 Sportvereine mit jeweils 1.000 Euro unterstützt, wenn sie mit besonderen Sportangeboten die Gesundheit oder die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fördern.

Trainer und Vorstand des Vfb 08

Trainer und Vorstand des Vfb 08

„Besonders die Jugendförderung haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, berichtet Gerhard Johnen, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Vfb 08. „Ziel ist es, den Jugendlichen eine sportliche Aufgabe zu geben. Auf diese Weise lernen sie Ordnung, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamgeist sowie Fairness“, so Johnen. Diese Tugenden soll der Nachwuchs, wenn möglich in seinen Alltag übernehmen. Aber auch der Zivilisationskrankheit Bewegungsmangel soll entgegen gewirkt werden.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Der Vfb 08 ist einer der ältesten Sportvereine Aachens und hat seine sportliche Heimat mit einem der besten Kunstrasenplätze in Aachen im Leo-Vermeeren-Stadion.

Fußballbegeisterte Jungs und Mädchen sind auch fortan zu einem Schnuppertraining eingeladen. Egal, welche Nationalität, ob Neuanfänger oder Fortgeschrittener -beim Vfb 08 steht die Freude am Fußball im Vordergrund.

Im September ist es wieder soweit. Zum elften Mal veranstalten der StadtSportBund Aachen und der Runners Shop den Benefizlauf. Für Viele ist es bereits eine beliebte Tradition das eigene sportliche Engagement für einen guten Zweck einzusetzen. Die Einnahmen aus den Startgeldern kommen dieses Jahr dem Förderkreis Schervier Taler zugute. Die Initiative Für einen Taler bietet Obdachlosen in der Kleinmarschierstraße, in der Franziska-Schervier-Stube, ein kleines Frühstück oder eine Suppe. Gestartet wird in verschiedenen Klassen auf unterschiedlich langen Strecken. Senioren, Mütter und Väter mit und ohne Kinderwagen, Schüler und Bambinis geben rund um den Elleterberg Vollgas. Auch Freunde des Nordic Walking können ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Neben passionierten Freizeitsportlern werden ebenso Stars der Aachener Laufszene an dem Wettkampf teilnehmen. Unterstützt wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder von dem Hauptsponsor Takeda Pharma.

Mit Satellitenunterstützung auf Erkundungstour

Ob Alt, Jung, Gebrechlich oder Sportlich: Das GeoCaching-Fieber hat längst um sich gegriffen. GeoCaching ist eine elektronische Schnitzeljagd. Die Schatzkarte wird dazu aus dem Netz geladen und mittels eines GPS-Gerätes angesteuert. Der Schatz an sich ist eher unspektakulär, oft ist es einfach ein korrodierter Behälter mit irgendwelchem KrimsKrams drin, den man tauschen darf. Am Ende trägt sich jeder GeoCacher brav in ein Logbuch ein und zeigt damit allen die nach ihm kommen: Ich war hier!

GeoCaching ist kein organisierter Sport und dennoch ein Massenphänomen. Mehr als 1 Millionen Caches soll es weltweit geben, erfährt man in den zahlreichen Internetforen.

Es gibt GeoCaching in allen möglichen Variation: im Wald, in der Stadt, auf Bergen, und sogar unter Wasser mit Tauchausrüstung – für Fußgänger, für MotorradCacher (liebevoll „MoCaching“ abgekürzt) und neuerdings auch für IPhone-Besitzer.

Alles, was man braucht ist die Koordinate eines Caches, ein gutes Satellitenbild, ein GPS-gerät oder eine Iphone-App – eigentlich. Nützlich wären manchmal aber auch ein Spiegel, ein Magnet, ein Stift, Handschuhe, eine Taschenlampe und mobiles Internet sowie eine Kettensäge, ein Notstromaggregat, ein mobiles Dixieklo und für Frauen: ein Sherpa! Denn meistens muss man knifflige Rätsel lösen oder ein bisschen McGyver spielen. GeoCaching gibt es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

Manche Caches sind mit Reflektoren gekennzeichnet und sind nur bei Nacht zu finden, andere wiederum bestehen aus verschieden Stationen an verschiedenen Orten. Auf diese Weise kann man zu Orten gelangen, die in keinem Reiseführer verzeichnet sind und dennoch meistens etwas Tolles zu bieten haben: eine fantastische Aussicht, ein außergewöhnliches Bauwerk oder auch ein Baum, in den man hineinklettern kann.

Für alle diejenigen, die nicht so viel Indianer-Jones-Blut durch ihre Adern fließen fühlen, die können auch an einem Gruppen-Caching teilnehmen, wie der GeoCaching-Tour rund um die Aachener und Burtscheider Thermalquellen, die von der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen im September am Tag des Geotops angeboten wird. Ein GPS-Gerät kann geliehen und Aufgaben in der Gruppe gelöst werden. Nebenbei erklären Experten die Geologie und Geschichte des Bäderwesens in Aachen.

Traditionell wird die Suche nach Geocaches allerdings im Geheimen durchgeführt. Außenstehende, die von diesem Hobby nichts wissen, werden als „Muggels“ bezeichnet. Wenn also mitten in der Nacht ständig jemand um einen Baum in eurem Garten herum schleicht, dann fürchtet euch nicht, ihr Muggles: Es könnte ein GeoCacher sein – sie sind bereits überall.

Kontakt: Bürgerstiftung Aachen · Alexanderstraße 69/71 · 52062 Aachen ·

Tel. (mit AB): 0241 4500130

E-Mail: info@buergerstiftung-aachen.de ·

beatrice.oesterreich@gd.nrw.de · Ansprechpartnerin: Dr. Béatrice Oesterreich