Mit ‘Musik’ getaggte Beiträge

Sticky Dojah ist DER angesagteste DJ aus Aachen, der Kaiserstadt an der niederländisch/belgischen Grenze. Sticky Dojah, gebürtiger Thüringer, groß geworden mit Manfred Krug und Earth, Wind & Fire aus der elterlichen Stereoanlage, hat sich 1984 seine erste Platte gekauft und gilt als einer der Platten-Nerds der westlichen Hemisphere.

Sticky Dojah

Er gilt als der beliebteste Kunde von ebay und hip-hop-vinyl, aber auch die lokalen Plattenhändler  freuen sich, wenn Sticky seiner Sucht, dem Diggen, fröhnt! Denn Sie wissen genau, wenn dieser Mann einen Plattenladen betritt, dann ist Zahltag angesagt – denn er will eines: Geld da lassen – und das bestimmt nicht wenig. Ist er auch sonst eher ein Sparer-Typ, der die Penunsen gern zusammen hält, so legt er für gute Musik die Scheinchen in Bündeln auf den Tresen. Beinah täglich stalked er den Musikmarkt und ist immer bestens informiert, sowohl über Neuerscheinungen aber auch über Platten, die wirklich nur noch Freaks sich anhören würden. Diese Passion treibt ihn sogar dazu sonntags morgens auf verschmuddelte Vieh- und Flohmärkte zu fahren, immer in der Hoffnung, DEN großen Schatz zu finden. Mit anderen stinkenden und verschlafenen Plattensammlern eilt er um die Wette von einer Plattenkiste zur nächsten. Im Augenwinkel beobachtet er stets die Konkurrenz und mit vollen Tüten fährt er stolz wieder nach Hause.

Seit mittlerweile über einer Dekade macht er europäweit die Clubs und Bühnen unsicher. Sein Jahresplan ist eng gestrickt: Hamburg, Berlin, Solothurn, Maastricht, Aachen, Köln, Prag, Krakau….kein Kaff in dem man ihn noch nicht kennt. Wie ein Lauffeuer spricht es sich rum, dass Sticky Dojah eine wahre Tanzgarantie ist!  Sommerhighlight und beinahe schon Tradition ist das HipHopKemp, das grösste europäische HipHopfestival. Mit der Zeit hat er gelernt vor einem riesen Publikum seinen Mann zu stehen und die Meute in Wallung zu bringen. Dabei verbindet er das beste aus beiden Welten: halb Turntablist, halb Partyrocker, gibt es kein Halten mehr wenn er eines seiner HipHop/Funk/Breaks Sets zum Besten gibt!

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Wenn er nicht gerade anderer Leute Parties am Laufen hält, dann investiert er viel Energie und Liebe in seine eigenen Projekte und Parties. Legendär sind die Mad Lifted Parties, zu denen er sich jedes Mal auf Neue hochkarätige Kollegen einlädt mit ihm den Club zu rocken. Aber auch seine anderen Partyreihen wie etwa Motif Loco oder die berühmte Block Party brennen sich dem Publikum ins Gedächtnis. Seine ambitionierten Fähigkeiten kennt man also in der Welt. Sogar Redman und Method Man buchten 2008 Sticky Dojah, um vom Meister höchstpersönlich die Stimmung im Saal zum Kochen zu bringen.

Seine Leidenschaft entfaltet er aber auch, wenn er selbst einmal der Dirigent sein darf. Bei seinem Musikprojekt Le Scratchfunk ist er derjenige, der die Breaks und das Funkfutter besorgt Die Maxi „The Go Off“ war innerhalb von vier Wochen weltweit vergriffen.

“Mir geht es vor allem um Platten, die rocken“, erklärt er. „Ich limitiere mich nicht ausschliesslich auf einen bestimmten Musikstil und ich bin sicher nicht der Typ, der nur die aktuellen Charts spielt oder nur Titel, die nur ein paar Leute kennen. Ich mag es, verschiedene Dinge zu kombinieren und im „Wildstyle“ nach vorne zu bringen.“

Sticky Dojah ist und bleibt eine Tanzgarantie.

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Quelle: Theater Aachen

Am 12.09.2010  läutete das Theater Aachen einen glanzvollen Auftakt in die neue Spielzeit ein. Mit „Kabale und Liebe“ gelang dem Aachener Ensemble ein klassisches Stück in die Moderne zu transferieren – ohne dabei über die Strenge zu schlagen. Authentische Textarbeit und ein außerordentlich originelles Bühnenbild zeichnen die Inszenierung aus.

Zum Inhalt:

Bedingungslose Liebe und der Traum von einem gemeinsamen Leben – das sind die Motive, welche Luise und Ferdinand dazu treiben bis ans Äußerste zu gehen – und wenn es sein muss bis in den Tod.

Aber noch mal von vorne: Luise, Tochter des  Musikermeisters Millers, liebt Ferdinand. Der ist allerdings  seinerseits Sohn von Präsident von Walter. Eine Bürgerliche und ein Präsidentensohn geben seit jeher Grund für Klatsch und Tratsch. Doch damit nicht genug, denn der Präsidentenvater hat eigetlich ganz andere Pläne für und mit seinem Sohn. Wenn es nach ihm ginge, so sollte Ferdinand doch besser die Lady Milford heiraten, denn dann hätte er auch noch was davon. Seine Herrschaftsbeziehungen wären gestärkt und seine Macht noch größer. Lady Milford by the way hätte gar nicht mal was dagegen, ihr Bett statt mit dem Hofmarshall mit dem knackigen Jüngling Ferdinand zu teilen.  Blöd nur, dass es sich bei Ferdinand und Luise um ausgemachte Sturrköpfe handelt.

Er würde lieber auf allen Ruhm und Reichtum  verzichten, als nach der Nase seines Vaters zu tanzen. Und sie? Sie eigentlich auch. Wenn sie nicht so verdammt verantwortungsvoll wäre. Einfach alle Zelte abbrechen und mit Ferdinand durch brennen? Kommt nicht in Frage für Luise, die ihre Eltern auf keinen Fall im Stich lassen will. Guter Ansatzpunkt übrigens für eine Intrige.

Und da kommt der Wurm ins Spiel. Wer? Hauptsekräter Wurm, engster Vertrauter des Präsidenten UND selber ziemlich scharf auf Luise. Trotz pathologisch gestörtem Sozialverhalten ist der Wurm listig und Meister der Kable. So heckt er eine Strategie aus, mit welcher er an Luise, der Präsident an mehr Macht und Lady Milford an Ferdinand käme.

Wie wäre es, wenn man Ferdinand einfach durch Luises Hand in rasende Eifersucht bringen würde, so dass er sich freiwillig von ihr abwendet? Beispielsweise durch einen gefakten Brief an einen öminösen Liebhaber, den man Ferdinand ganz zufällig zu kommen ließe. Und wie wäre es, wenn Luise diesen Brief auch noch gleich selber schriebe, damit es auch authentisch rüber kommt? Alles, was man dazu bräuchte, wäre ein bisschen Erpressung hier und ein bisschen Intrige dort.

Während Ferdinand plötzlich an allem zweifelt, folgt die in Angst und Schrecken versetze Luise in ihrem Innersten einem ganz eigenem, von ihrem tiefen Glauben geleiteten Weg – für beide mit fatalen Folgen …

Quelle: Theater Aachen

Inszenierung Bernadette Sonnenbichler
Bühne Jens Burde
Kostüme Tanja Kramberger
Musik Martina Eisenreich
Dramaturgie Inge Zeppenfeld

Präsident von Walter Karsten Meyer
Ferdinand Robert Seiler
Hofmarschall von Kalb Rainer Krause
Lady Milford Bettina Scheuritzel
Wurm Thomas Hamm
Miller Andreas Herrmann
Frau Miller Elisabeth Ebeling
Luise Emilia Rosa de Fries
Kammerdiener Joey Zimmermann

Karten unter: http://www.theater-aachen.de

Aachen. Die Stadtbibliothek Aachen feiert am 3. und 4. September einen runden Geburtstag an ihrem Standort in der Couvenstraße. Vor 30 Jahren bezogen 500.000 Bücher die neuen Räumlichkeiten im Zentrum der Stadt. Eine logistische Mammutaufgabe – wie man sich vorstellen kann. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Rund 1.500 Leser stöbern täglich in den Beständen der Bibliothek, mehr als die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Eine Millionen Ausleihen werden jährlich verbucht und das bei gleichzeitiger Reduktion von Personal und Geldern. Doch das Team der Stadtbibliothek lässt sich davon nicht abschrecken – im Gegenteil. Die Bibliothek ist heute mehr denn je ein kultureller Treffpunkt und erste Anlaufstelle für Bücherfreunde.

Etwa 400 Veranstaltungen finden hier im Jahr statt, die rund 15.000 Besucher anlocken. Zum Jubiläum wird ab September ein besonders abwechslungsreiches Programm angeboten. Durch tatkräftige Unterstützung des Fördervereins ist es sogar gelungen, die Veranstaltungen für den Besucher kostenfrei zu halten.

Gestartet wird mit der Lesekollage „…um das Wesen der Freiheit – und vielleicht ne ganze Ecke mehr!“ mit der Schauspielerin Petra Wolteroth am 03. September um 19.30 Uhr. Zusammen mit dem Kontrabassisten Manfred Hilgers wagt die Schauspielerin eine Reise durch Texte von Virginia Wolf bis zu Ingeborg Bachmann, gepaart mit viel mit Musik und Chanson. Recherchiert hat sie ihr Programm in der Aachener Stadtbibliothek – ein Grund mehr es auch hier einmal aufzuführen. „Die Bibliothek ist für mich ein Ort der Stille und gleichzeitig ist die Umgebung von Büchern ein inspirierendes Moment. Mit meinem Programm möchte ich die alten, klassischen Autoren stimmlich an jüngere Generationen weitergeben. So kann der Besucher Literatur nicht nur über die Augen, sondern auch über die Ohren wahrnehmen“, so Wolteroth.

Wer dann noch mehr auf die Ohren möchte, sollte sich am Samstag, den 04. September  um 11.45 Uhr auf keinen Fall die Klezmer-Band „Dance of Joy“ entgehen lassen. Das Ensemble ist berühmt für den Kontrast zwischen überschäumenden Temperament und viel Einfühlungsvermögen und die Vielfalt ihrer Musik. In ihren eigenen Arrangements verbindet sich die Ausdruckskraft traditioneller Klezmerstücke mit der Leichtigkeit und Improvisationskunst des Jazz zu einem mitreißenden Klangerlebnis. Die Konzerte dieser Gruppe enden regelmäßig in Standing Ovations – daher wird diesmal von vorneherein auf Bestuhlung verzichtet. Bei einem zweistündigen Wandelkonzert folgt der Zuhörer der Musik über die verschiedenen Etagen der Bibliothek und erlebt so die Räumlichkeiten aus einer neuen Perspektive.

Seit nunmehr 30 Jahren ist die Stadtbibliothek bereits Ort der Verständigung, des Zusammentreffens und des Austauschs. Mit Rückblick auf diese 30 Jahre war es nicht nur ein Neubeginn in einem neuen Gebäude, sondern auch immer wieder eine neue Herausforderung an die rasanten Veränderungen in der Medienlandschaft. Vor dem Umzug wurde noch mit Klappkarten-Systemen und Leserheften gearbeitet bis dann 1979 die EDV einzog und die Arbeit der Bibliothekare grundlegend veränderte. „Was ich in meiner Ausbildung einmal gelernt habe, das kann ich heute getrost vergessen“, schmunzelt Wilma Franzen, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Haus. Heute stellt sich die gelernten Bibliothekarin ganz neuen Herausforderungen wie dem „Social Media Marketing“ oder dem Veranstaltungsmanagement.

Die Bibliothek entwickelt sich mit den Bedürfnissen der Gesellschaft und vergisst dabei niemals die eigentliche Aufgabe der Bibliothek: den Zugang zu Informationen, Medien und moderner Informationstechnik zu ermöglichen.

Musikalische Spurensuche

Aachen. Schwebende Akkorde folgen auf bluesige Gitarrengrooves, zarte Percussionklänge wechseln sich ab mit orientalischen Klangmustern. In der Musik von Abaji steckt viel Liebe zum Detail, ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmen und Stimmungen sowie eine unbestreitbare Leidenschaft für Melodie und Klang.

Als eine Art Bluesmusiker des Orient könnte man den Multiinstrumentalisten mit der warmen, voluminösen Gesangsstimme bezeichnen. Auf vorhandenem und selbstgebautem Instrumentarium entwirft er einen Klangkosmos in zumeist ruhigem, bluesigem Zeitfluss. Abaji ist ein aus dem Libanon stammender Franzose mit türkisch-arabisch-griechisch-armenischen Wurzeln, der mit seiner einzigartigen Musik ein Fenster zur reichen Kultur des Orients öffnet.

Der  kulturelle und musikalische Grenzgänger Abaji ist ein absolut virtuoses Einmann-Orchester. Er begleitet seinen tiefen, warmen Bariton mit Bouzouki, Oud-Gitarre, Duduk, Lyra, Bambus-Flöten, Bambus-Saxophon und diversen Perkussionsinstrumenten. Er ist ein Multiinstrumentalist, ein Singer- / Songwriter sowie ein Meister der Improvisation.

Vor ausverkauftem Haus stellte er am Samstag, den 30.01.2010 in der Klangbrücke einem begeisterten Publikum sein neues Album „Origine Orients“ vor. „Jede meiner CD`s hilft mir, die Reise der Generationen meiner Familie zu verstehen. Vor allem wollte ich wissen, warum ein paar Stücke dieser Reise fehlen. Unsere armenischen Wurzeln haben wir gerade erst vor zehn Jahren entdeckt.“, erklärt Abaji seine musikalische Klangreise.

Er kann nicht nur etwas 200 unterschiedliche Instrumente spielen, sondern auch noch auf fünf verschiedenen Sprachen dazu singen.  Dass der Laie seine Texte nicht immer versteht, ist nicht weiter tragisch, da die Musik seine Botschaften direkt in die Herzen der Zuhörer spielt.

Er hat die seltene Gabe, Gedanken in Gefühle zu übersetzen und diese wiederum in Klänge zu übertragen. Die Rückübersetzung in Gedanken bleibt dem Hörer überlassen. Mit Abaji hat sich der Kulturbetrieb der Stadt Aachen ein wahres Kunst-Juwel in die Aachener Musikszene geholt. Es steht nun sogar im Raum diesen einzigartigen Virtuosen zum internationalen Kulturfestival „across the boarders“ im Sommer 2010 einzuladen.

Veröffentlicht: Aachener Zeitung