Archiv für die Kategorie ‘Aachen’

Elfen und Könige, Kobolde und Verliebte, die nicht zu einander finden können – Was sich nach Harry Potter und dem Märchenwald anhört, ist Shakespeares meist gespielte Komödie „Ein Sommernachtstraum“.

Quelle: Theater K

Regisseur Wolfgang  Franßen holt die Charakteren heraus aus dem Feenreich und setzt sie an die Bar im Theater K, die von Hippolyta und Theseus betrieben wird. Die Bar ist gut gefüllt, Alkohol fließt in Strömen, die Stimmung steigt. Die Stammgäste haben einigen Grund sich die Kante zu geben, denn die lokalen Verhältnisse sind mehr als dramatisch. Helena ist scharf auf Demetrius, Demetrius will aber lieber Hermia, Hermia liebt Lysander und Lysander hat nur Augen für Helena. Noch irgendwelche Fragen? Dann kann das chaotische Verwirrspiel um das Finden und Entreißen ja beginnen. Denn die nächsten 60min geht’s hauptsächlich um erotische Sehnsüchte, anarchische Phantasien und das Wer-mit-Wem. Ganz nebenbei hat der Barbesitzer die Nase voll von den Flirtereien seiner Frau mit anderen Männern. Er beauftragt seinen Diener Puck mit einem Zaubersaft Klarheit in den Liebesklüngel zu bringen. Doch der trottelige Puck könnte ein Schwein nicht von einem Esel unterschieden und stiftet nur noch mehr Verwirrung.  Zwischen Rausch und Lust verwandelt sich die Sommernacht in einen skurillen Traum, der allen Akteuren die Sinne vernebelt.

Dem shakespearschen Feenwald verleiht Janssen mit Songs und Arrangements, die sich am musikalischen Kosmos der 30er Jahre orientieren, eine gekünstelte Atmosphäre.

Quelle: Theater K

Zwar führt Janssen seine Figuren tief in den eigenen inneren Urwald unbewusster Wünsche, doch die Verstrickungen der märchenhaften Liebesgeschichte werden nur mässig gelungen aufgeschlüsselt. Zu verkopft sperrt Franßens Experiment sie in ein Konzept auf einem schmalen Grat zwischen Burleske und Absurdität. Besonders dann verwirrend, wenn der Theaterbesucher das Stück nicht von Beginn an verfolgen kann. Denn schon der Einlass, mit Gang des Publikums um eine achteckige Bühne, sorgt derartig für Verwirrung, dass der 1. Akt den meisten Zuschauern verborgen bleibt. Dieses erste Verwirrspiel macht es einem Gros des Publikums schwer, in die weitere Handlung einzutauchen. Zu distanziert stehen die Charakteren nebeneinander und macht das Wer-mit-wem zu einer Aufgabe für Tiefenpsychologen. Selbst Puck, sonst oftmals der Publikumsliebling als hämisch-faunischer Narr, der die Handlung zusammenhält, geht in Franßens Inszenierung unter. Und wenn es Puck nicht, schafft, aus dem langatmigen Vexierspiel eine Shakespeare’sche Komödie zu zaubern, dann bleibt Janssen Stück ein schwerfälliges Phantasiespiel mit undurchsichtigen Beziehungsgeflechten. Wer von „Ein Sommernachtstraum“ ohnehin nichts erwartet, wird rundum befriedigt. Selten wurde in einer Shakespeare’sche Komödie so wenig gelacht.

 

 

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Aachen. Der BPW-Club Aachen (Business and Professional Woman) feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Seit drei Dekaden setzen sich die Mitgliedsfrauen in und mit ihrem Netzwerk für die Gleichberechtigung in Beruf, Politik und Gesellschaft ein.

Quelle: BPW

Derweil sich in der langen Zeit gesellschaftlich, emanzipatorisch und auch berufstechnisch Vieles geändert haben mag, hat das Thema der Vernetzung von Frauen nicht an Aktualität verloren.  Im Gegenteil – auch im 21. Jahrhundert kämpfen Frauen in vielen Berufen noch gegen Windmühlen. Immer noch verdienen viele Frauen weitaus weniger als ihre männlichen Kollegen oder müssen sich in bestimmten Branchen besonders engagieren, um auf den Chefsessel zu gelangen. Und selbst mit viel Ehrgeiz schaffen es nur wenige Frauen, Familie und Karriere mit Leichtigkeit unter einen Hut zu bringen. Denn oftmals bedeutet  Kinderplanung einen Karriereknick, den es nur schwer wieder auszubügeln gilt. „Ab einem gewissen Karrierelevel wird es zusehends schwieriger für Frauen weiter zu kommen auf der Karriereleiter. Die Konkurrenz wird schärfer und die Luft in den Führungsetagen sehr dünn“, weiß auch Thekla Bauwens, 1. Vorsitzende des BPW-Club Aachen. Mit den Mitgliedsfrauen vom BPW-Club wird das alles zwar nicht unbedingt einfacher, aber zumindest findet frau hier Verbündete, Mentorinnen, Expertinnen und Freundinnen.

Der BPW ist kein Elite-Club und auch keine Selbsthilfegruppe. Die Damen sind zwischen 23 und 80 Jahre alt, arbeiten als Angestellte oder Unternehmerinnen und sind so unterschiedlich wie Frauen nur sein können. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie arbeiten, sie vernetzen sich, sie tauschen sich aus und wollen sich gegenseitig voran bringen.
Was sich nach Klüngel anhört, ist ein internationales Netzwerk mit langer Tradition. 1919 in den USA gegründet, verbreitete sich das Frauennetzwerk schnell auf der ganzen Welt. Allein in Deutschland bestehen 42 Clubs mit mehreren Tausend Mitgliedsfrauen. Das internationale Gewicht in der Frauenarbeit zeigen auch die ständigen Vertretungen in Straßburg sowie in verschiedenen UN-Gremien.

Was vor dreißig Jahren in Aachen begann, daran wollen die Frauen bei ihrer traditionellen Kerzenfeier am Samstag, den 13.11.2010 in der Erholungsgesellschaft erinnern. Für jedes Land, in dem es einen BPW-Club gibt, wird eine Kerze angezündet. „Das geht richtig unter die Haut“, schwärmt Angelika Holland-Hohmann, die schon seit vielen Jahren Mitglied des BPW ist. „Erst an den vielen Kerzen merkt man, wie viele Frauen in wie vielen Ländern miteinander verbunden sind.“ Die Kerzenfeier wird von allen BPW-Clubs auf der Welt zur gleichen Zeit zelebriert. „Wir zeigen damit, dass wir Frauen in aller Welt aneinander denken und füreinander da sind“, so Holland-Hohmann.

Zum ersten Mal dürfen dieses Jahr auch die Männer der Mitgliedsfrauen an der Veranstaltung teilnehmen. Man gibt sich fortschrittlich.

Eine prominente Gastrednerin haben sich die Frauen ebenfalls auch eingeladen. Der Festvortrag zum Thema „Frauen in die Führungspositionen“ wird von Frau Prof. Heather Hofmeister gehalten. Frau Prof. Hofmeister ist Prorektorin der RWTH Aachen und Universitätsprofessorin für das Fach Soziologie mit dem Schwerpunkt Gender- und Lebenslaufforschung.

Wer den BPW-Club Aachen gerne näher kennen lernen würde, der kann dies auf einer der zahlreichen Workshops und Veranstaltungen des BPW tun. Zum Hereinschnuppern eignet sich auch der regelmäßig stattfindende Stammtisch der Damen. Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.bpw-aachen.de

Migranten haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Selbst bei gleichem Bildungsniveau hält sich das Vorurteil, Einwanderer und deren Nachkommen seien schlechter qualifiziert. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten OECD-Studie hervor.

Immer mehr Unternehmen im IHK Bezirk Aachen sehen dies allerdings anders und setzen ausdrücklich auf Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund. Sie haben die Vorteile erkannt: Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenzen sowie die Bereitschaft international mobil zu sein, sind Qualifikationen, von denen Unternehmer profitieren können.

Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund können durch ihre andere Herangehensweise an Aufgaben Unternehmen nicht nur bereichern, sondern Problemlösungsprozesse auch kreativer gestalten. Insbesondere multikulturelles Teamwork schafft durch die Vielfalt an Betrachtungsperspektiven, Mentalitäten und Wissen enorme Synergieeffekte. Auch immer mehr Aachener Unternehmen entdecken die Mannigfaltigkeit ihrer Belegschaften als Stärke. Als Musterbeispiele können dabei Lindt & Sprüngli sowie BB Medica genannt werden.

Sie sind gut ausgebildet, hoch motiviert – aber eben nicht „deutsch“

Quelle: BB Medica GmbH

Quelle: BB Medica GmbH

Quelle: BB Medica GmbH

Seit mehr als 20 Jahren ist das mittelständische Unternehmen BB medica, mittlerweile in Aachen ansässig. Rund 100 fachkundige und kompetente Ansprechpartner beschäftigt die medizinische Vertriebs- und Ingenieurgesellschaft rund um den Gesundheitsdienst. Einer von ihnen ist der 31jährige Kommisionierer Esuat Camkerten. Über eine Zeitarbeitsfirma kam er zu BB medica und es dauerte keine fünf Wochen, da wurde er fest angestellt. Denn was Camkerten mitbrachte, fehlte vielen anderen Bewerbern: Disziplin, Lernbereitschaft und eine große Portion Willensstärke.

Es ist sein dritter Arbeitsplatz in Deutschland, seit er 2004 immigrierte. Aller Anfang war schwer, denn viele Firmen wollten ihn zuerst nicht einstellen.

Für uns Migranten ist es doppelt so schwer einen Job zu finden,

bemerkt Camkerten. Er ist der einzige Mitarbeiter mit türkischer Herkunft bei BB Medica und das findet er auch gut so:

denn es ist für mich eine große Chance noch besser deutsch zu lernen und Anschluss zu finden,

resümiert der junge Türke.

Jeder fünfte Bundesbürger (19,6%) hat einen Migrationshintergrund, d.h. sie selbst oder mindestens ein Elternteil sind Zuwanderer.

Der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Martin Brandt ist nicht nur persönlich angetan von seinem charismatischen, türkischen Angestellten. Er profitiert auch enorm von der Diversität der Talente seiner Belegschaft.

Die Vorteile beim Arbeiten mit Migranten liegen für unser operatives Geschäft klar auf der Hand. Durch unser multikulturelles Team können wir Anfragen in der ganzen Welt bedienen. Aber nicht nur die Korrespondenz in der Muttersprache ist ein großer Vorteil – auch die Kenntnisse über die jeweilige Kultur sind besonders bereichernd. Wir arbeiten zum Beispiel mit Pflegediensten zusammen, die sich ausschließlich auf russisches Klientel spezialisiert haben. Damit die Prozessabläufe noch effizienter werden, legen wir das Handling in die kompetenten Hände unserer russischsprachigen Mitarbeiter und fahren gut damit.

Laut OECD-Studie werden Leistungen und Bildungserfolge von Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt bislang nicht ausreichend honoriert.

Ähnliche Erfahrungen hat auch das weltbekannte Schokoladenimperium Lindt & Sprüngli gemacht. Gut ausgebildete Spezialisten aus 60 Nationen arbeiten an der Herstellung der berühmten Schweizer Schokolade. Die Strahlkraft der Marke Lindt ist so enorm, dass sich Arbeitskräfte aus aller Herren Länder dort bewerben. Schätzungsweise 30-35% Prozent der insgesamt 2.000 Angestellten haben einen Migrationshintergrund. Eine tiefere Analyse der Zahlen findet unternehmensintern nicht statt, denn für das global agierende Unternehmen ist die Nationalitätenfrage eher sekundär.

Wir differenzieren gar nicht, ob jemand einen Migrationshintergrund hat oder nicht. Für uns zählt in erster Linie die fachliche Qualifikation. Auch wie jemand sich in ein Unternehmen integriert ist unabhängig von der Nationalität,

meint Dietmar Klose, Director Human Resources bei der Lindt & Sprüngli GmbH.

Quelle: Gerd Altmann/Carlsberg1988

Quelle: Gerd Altmann/Carlsberg1988

Am Standort Aachen arbeiten die meisten Migranten hauptsächlich in der personalintensiven Produktion. Bereits bei der Firma Monheim gab es eine lange Tradition, dass am Standort Aachen eine bunte Kulturenmischung herrschte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, gerade die geographische Lage am Dreiländereck fördert den Austausch von so genannten Grenzgängern – also Belgier und Niederländer, die zum Arbeiten nach Aachen pendeln, aber auch Deutsche, die in den Nachbarstaaten leben, aber hier arbeiten.

„Die Frage ist nicht, ob ich einen Migranten einstellen soll, sondern wie viele.“ (Gisbert Kurlfinke, Mitglied der IHK-Geschäftsführung und zuständig für die Berufsbildungsabteilung)

Viel wichtiger als die hierarchische Aufschlüsselung von Nationalitäten ist die Erfassung der verschiedenen Kulturen, die von den Menschen in das Unternehmen getragen werden. Der Anteil der Frauen im Unternehmen liegt bei rund 75%. Viele von ihnen sind Muslime und manche tragen bei der Arbeit auch ein Kopftuch – natürlich mit Hygienehäubchen obendrauf. Personalchef Klose liebt die Arbeit mit seinem multiethnischen Team.

Quelle: Lindt & Sprüngli AG

Quelle: Lindt & Sprüngli AG

Wir profitieren enorm von der Vielfalt der Kulturen in unserem Unternehmen. Beispielsweise an christlichen Feiertagen, wenn viele Mitarbeiter bei ihren Familien sein wollen, wird ein Großteil unserer Produkte von unserem muslimischen Personal produziert und umgekehrt. Weitere Vorteile ergeben sich aus der multikulturellen Zusammenarbeit. Es ist ein ständiges mentales Training für die Menschen, wenn sie sich permanent aufeinander einlassen und sich verstehen lernen müssen. Das schafft eine flexible Mannschaft.

„Charta der Vielfalt“: Für mehr Toleranz, Fairness und Wertschätzung ihrer Mitarbeiter

Immer mehr Aachener Unternehmen betrachten Diversität in ihrer Belegschaft als Gewinn und treten deshalb auch der „Charta der Vielfalt“ bei.Mit einer Unterzeichnung bekennen sich die Unternehmen zu Toleranz, Fairness und Wertschätzung ihrer Mitarbeiter. Weit über 600 namhafte Unternehmen bundesweit und 25 Unternehmen, Institutionen sowie Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger aus Stadt und Region Aachen sind bislang der Initiative beigetreten. Initiiert wurde die „Charta der Vielfalt“ am 13.Dezember 2006, unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, von Daimler, der Deutschen Bank, der deutschen BP und der Deutschen Telekom im Bundeskanzleramt.

Nähere Informationen zur „Charta der Vielfalt“ unter www.vielfalt-als-chance.de.

Rund 7.000 Arbeitslose mit Migrationshintergrund suchen derzeit im IHK Bezirk Aachen einen neuen Job. Gerade angesichts des demographischen Wandels und dem damit einhergehenden drohenden Fachkräftemangels in Deutschland, kommt den Migranten eine ganz besondere Rolle zu, findet auch Gisbert Kurlfinke, Mitglied der IHK-Geschäftsführung und zuständig für die Berufsbildungsabteilung.

Das hat nichts mit Nächstenliebe oder sozialer Fürsorge zu tun, sondern mit knallharten wirtschaftlichen Überlegungen. Die Frage ist nicht, ob ich einen Migranten einstellen soll, sondern wie viele.

Veröffentlicht in: Wirtschaftliche Nachrichten der IHK, Ausgabe 10/ 2010

Quelle: DasDa Theater

Quelle: DasDa Theater

„Creeps“ so heißt das neue Lifestylemagazin eines Musiksenders. Das Konzept steht, das Studio ist bereits hergerichtet – das einzige, was noch fehlt ist ein geeigneter Moderator. Für den Job schreibt der Sender ein Casting aus. Die Schülerinnen Lilly (Patricia Rabs), Maren (Ina Pappert) und Petra (Franziska Holitschke) haben es in die Endrunde geschafft und sollen nun ihr Können vor laufenden Kameras beweisen. Jede der drei jungen Mädchen würde alles dafür geben, den Job zu bekommen. Doch nur eine wird sich durchsetzen. Da heißt es Ellebogen ausfahren ohne Rücksicht auf Verluste.

Quelle: DasDa Theater

Quelle: DasDa Theater

Verschiedene Aufgaben und Rollenspiele gilt es zu bestehen. Was am Anfang noch Spass macht, stößt schon bald an die Grenzen der emotionalen Belastbarkeit. Denn so taff sich die Jungmoderatoren auch geben, trägt eben jede für sich ein kleines dreckiges Geheimnis mit sich herum. Die Stimmung heizt sich auf – die Konkurrenzsituation kratzt an den Nerven – bis das Studio zur Kampfarena wird. Ring frei für einen Seelenstriptease hormongeladener Heranwachsener. Die Regeln sind gänzlich einfach: Erlaubt ist, was später Quote bringt. Gekämpft wird mit harten Bandagen. Doch wird das am Ende reichen? Erst spät, aber dann immer deutlicher merken die Mädchen, dass sie Teil eines perfiden Marionettenspiels sind.

Das 80minütige multimediale Stück von Autor Lutz Hübner spielt mit den Sehnsüchten der Generation Casting. Auf subtile Art und Weise testen die Strippenzieher im Hintergrund eine Kopplung aus Schaulust und Selbstzerfleischung der Kandidaten. Authentisch spielen Rabs, Pappert und Holitschke die Zerrissenheit zwischen Schein und Sein. Das Stück lebt von Ihren Gefühlsschwankungen – ebenso wie eine richtige Casting-Show. Allerdings sind die Wutausbrüche der Protagonisten, so gut sie auch gespielt sind, eher anstrengend als unterhaltsam. Auch das Publikum wird in diese Theatralik miteinbezogen.

Quelle: DasDA Theater

Quelle: DasDa Theater

Die Zuschauer sitzen sich zu beiden Seiten der drehbaren Bühne gegenüber und werden somit Teil der Szenerie. Abwechselnd wird live auf der Bühne performed und anschließend das entstandene Videomaterial auf Monitoren präsentiert. Jedoch sind die Videoausschnitte so laienhaft zusammengesetzt, dass sie höchstens den „Fremschäm“-Charakter des Stücks unterstreichen. So interaktiv das Stück sich auch präsentiert, gelingt es nur mäßig den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zu berechenbar ist der Plot, der höchstens durch Witz einige Überraschungen schafft.

Quelle: DasDa Theater

Quelle: DasDa Theater

Vielleicht darf man auch nicht älter sein als das klassische Dieter-Bohlen-Publikum um sich von dieser Inszenierung mitreißen lassen zu können. Alles in allem eine großartige schauspielerische Leistung vor einer eher mittelmäßigen Inszenierung.

Mehr Infos unter http://www.dasda.de/

Veröffentlicht in: Klenkes – das Stadtmagazin Ausgabe 10 / 2010

Jeden letzten Sonntag im Monat läd die Studenteninitiative INCAS der RWTH Aachen zum Internationalen Frühstück ein.  Gerade zum Semesterstart ein ideales Event, um neue Leute kennenzulernen,Neues zu erleben und sich auszutauschen.

Rund 100 Studenten aus der ganzen Welt fanden sich am letzten Sonntag im Humbold Haus in der Pontstraße ein. Mit so einem Ansturm hatten die Veranstalter nicht gerechnet und so musste schnell improvisiert und nachgerüstet werden. Die Studenten rückten alle etwas enger zusammen, Tische wurden aus dem Lager geholt und auch im Stehen wurde genüsslich gespeist.

„Essen die Deutschen wirklich auch schon zum Frühstück Wurst?“

Für viele Neuankömmlinge war es die erste Gelegenheit mal etwas typisch Deutsches zu essen, wie etwa Semmeln mit Leberwurst. Auch das reichhaltige Angebot an frischem Obst und Gemüse der Saison kam bei den Studenten gut an. Am Buffett-Tisch wurde heiß diskutiert, was denn wohl eine typische Landesspeise sein könnte. „Essen die Deutschen wirklich schon am frühen Morgen Fleisch“, fragte ein junger Studierender, als sich eine Kommilitonin die Salami aufs Brötchen packte. „Klar warum nicht? Was gibt es denn bei euch zum Frühstück“, kam promt die Antwort. Und schon waren die beiden im Gespräch. Vielleicht nicht gerade der attraktivste Anmachspruch – aber immerhin eine gutr Aufhänger für eine beginnende Konversation mit Menschen, die man zukünftig eher hinter Büchern als hinter der Marmelade sehen wird.

Klettern gegen den Frühstücksspeck

Nach dem Frühstück ging es dann erst mal in den Aachener Kletterwald, um den angefressenen Speck direkt wieder abzutrainieren. 50 Studenten zog es hinauf in die Kronen des Aachener Waldes. Nachdem auch der Letzte seine Höhenangst überwunden hatte, ging es auf den unterschiedlichen Pfaden schon wieder um die Wurst.

Denn jeder Kletterer turnt eigenverantwortlich in und zwischen den Bäumen. Nichts für Weicheier – denn der Trip setzt eine gesunde Fitness und starke Nerven voraus. Im Schnitt bewegt man sich 20m über dem Boden – natürlich gesichert. Doch ein falscher Tritt und man hängt wortwörtlich in den Seilen.

Mehr Infos zu den Angeboten bei INCAS findet ihr hier

Mehr Infos zum Aachener Kletterwald gibts hier

„Dirty Paradise“ erzählt die wahre Geschichte der Wayana, einem südamerikanischen Indianervolk. Ein Teil dieser Ethnie aus dem Amazonasbecken ist in Französisch-Guyana beheimatet und hat damit die französische Staatsbürgerschaft. Das große Unglück dieses Volkes ist es, in einer von illegalen Goldgräbern heimgesuchten Region zu leben. Die verheerenden Folgen des unkontrollierten Goldabbaus sind lebensbedrohliche Verschlechterung des Ökosystems des Waldes, irreversible Verschmutzung der Flüsse und Verletzung der elementarsten Menschenrechte. Daniel Schweizer hat die Wayana aufgesucht, um über die Zerstörung ihres einstigen Paradieses zu berichten.
Mitten in Amazonien, im französischen Überseegebiet Französisch-Guyana und dessen Grenzzone zu Surinam, spielt sich derzeit eine ungeheure sanitäre und ökologische Katastrophe größten Ausmaßes ab. „Dirty Paradise“ zeigt, wie rund tausend Indianer gegen die zehnfache Übermacht von illegalen Goldgräbern ankämpfen, die sich im Wald versteckt halten.
Zum ersten Mal ergreifen die Wayana-Indianer in einem Film das Wort und prangern die Folgen des unkontrollierten Goldabbaus an. Die Kamera beobachtet Parana, Akama, Mélanie und ihre Kinder bei ihren noch so kleinen täglichen Bemühungen, der Zerstörung ihrer Umwelt entgegenzuwirken. Der Regenwald wird geplündert, die Flüsse und kleinen Buchten sind durch Tonnen von Quecksilber und Schlamm verschmutzt. Behörden, Armee und Polizei stehen der massiven Einwanderung der illegalen Goldsucher ohnmächtig gegenüber. Der Goldrausch hat die Region erfasst, und die Quecksilbervergiftung führt zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden, aber das Schlimmste kommt erst noch.
„Dirty Paradise“ erzählt die Geschichte eines Indianerstammes, der sich dagegen wehrt, unterzugehen, während die Welt in Schweigen und Gleichgültigkeit verharrt.

Die Diskussion um Google Streetview hält in Deutschland an.

Die datenschutzrechtliche Brisanz des Themas wird  in Aachen von spitzfindigen Voreitern, wie etwa von  der Piratenpartei oder dem Bündnis 90/Die Grünen, schon seit mehr als zwei Jahren diskutiert. Doch obwohl in Aachen bereits 2008 die ersten Google Streetview-Autos in der Stadt gesichtet wurden, kam das Thema erst 2010 – im Zuge des deutschlandweiten Diskurs – auf den Ratstisch.

Sammelwiderspruch für Aachener BürgerInnen – Frist bis Jahresende verlängert

So konnten sich in Aachen die Bürgerinnen und Bürger ab Mai 2010 eines Sammelwiderspruchs anschließen, um durch zu setzen, dass ihre Immobilie nicht im Internet veröffentlicht wird. Einen Musterwiderspruch konnte online unter aachen.de runter geladen bzw.  im Rathaus, im Bürgerservice und in den Bezirksämtern ausgefüllt werden.

Ursprünglich forderte google eine Widerspruchsfrist bis zum 05. September 2010. Nach rechtlicher Prüfung hielt diese Forderung jedoch nicht bestand, so dass die Frist in der StädteRegion Aachen bis zum Jahresende verlängert wurde.

Dem Diskurs mit Satire begegnen — Buggle!

Neue Impulse im Streetview-Diskurs setzt Animationskünstler Alexander Lehmann mit seinem kontroversen Video „Buugle weiß alles – über dich“. Der Filmemacher sorgte auch schon in der Vergangenheit mit den Realsatiren wie „Du bist Terrorist“ oder „Rette deine Freiheit.de“ immer wieder für Furore.

Ich wollte die bisher hauptsächlich ziemlich sinnlos geführte Streetview Debatte mit dem Video kritisieren und mal darauf hinweisen, dass es noch andere Datensammlungen und „Dienste“ gibt die von den Medien mehr Beachtung verdient haben. Das scheint recht gut zu funktionieren. Heute morgen wurde der Beitrag schon im Deutschlandradio Wissen in der Netzschau vorgestellt“, erklärte der Provokateur am 20.09. 2010 im Deutschlandradio.

Lehmanns Produktionen werden die Menschen auch noch in Zukunft beschäftigen. So kündigte der Norddeutsche Rundfunk Interesse an Lehmanns kritischen Beiträgen für ein Satiremagazin des Senders. An Themen dürfte es dem Filmemacher wohl kaum fehlen. Es bleibt spannend, wen er nach Facebook, Google, SWIFT, Nacktscannern und der Schufa als nächstes auf die Schüppe nehmen wird.

Mehr zu Alexander Lehmann unter http://www.alexanderlehmann.net

Quelle: Theater Aachen

Am 12.09.2010  läutete das Theater Aachen einen glanzvollen Auftakt in die neue Spielzeit ein. Mit „Kabale und Liebe“ gelang dem Aachener Ensemble ein klassisches Stück in die Moderne zu transferieren – ohne dabei über die Strenge zu schlagen. Authentische Textarbeit und ein außerordentlich originelles Bühnenbild zeichnen die Inszenierung aus.

Zum Inhalt:

Bedingungslose Liebe und der Traum von einem gemeinsamen Leben – das sind die Motive, welche Luise und Ferdinand dazu treiben bis ans Äußerste zu gehen – und wenn es sein muss bis in den Tod.

Aber noch mal von vorne: Luise, Tochter des  Musikermeisters Millers, liebt Ferdinand. Der ist allerdings  seinerseits Sohn von Präsident von Walter. Eine Bürgerliche und ein Präsidentensohn geben seit jeher Grund für Klatsch und Tratsch. Doch damit nicht genug, denn der Präsidentenvater hat eigetlich ganz andere Pläne für und mit seinem Sohn. Wenn es nach ihm ginge, so sollte Ferdinand doch besser die Lady Milford heiraten, denn dann hätte er auch noch was davon. Seine Herrschaftsbeziehungen wären gestärkt und seine Macht noch größer. Lady Milford by the way hätte gar nicht mal was dagegen, ihr Bett statt mit dem Hofmarshall mit dem knackigen Jüngling Ferdinand zu teilen.  Blöd nur, dass es sich bei Ferdinand und Luise um ausgemachte Sturrköpfe handelt.

Er würde lieber auf allen Ruhm und Reichtum  verzichten, als nach der Nase seines Vaters zu tanzen. Und sie? Sie eigentlich auch. Wenn sie nicht so verdammt verantwortungsvoll wäre. Einfach alle Zelte abbrechen und mit Ferdinand durch brennen? Kommt nicht in Frage für Luise, die ihre Eltern auf keinen Fall im Stich lassen will. Guter Ansatzpunkt übrigens für eine Intrige.

Und da kommt der Wurm ins Spiel. Wer? Hauptsekräter Wurm, engster Vertrauter des Präsidenten UND selber ziemlich scharf auf Luise. Trotz pathologisch gestörtem Sozialverhalten ist der Wurm listig und Meister der Kable. So heckt er eine Strategie aus, mit welcher er an Luise, der Präsident an mehr Macht und Lady Milford an Ferdinand käme.

Wie wäre es, wenn man Ferdinand einfach durch Luises Hand in rasende Eifersucht bringen würde, so dass er sich freiwillig von ihr abwendet? Beispielsweise durch einen gefakten Brief an einen öminösen Liebhaber, den man Ferdinand ganz zufällig zu kommen ließe. Und wie wäre es, wenn Luise diesen Brief auch noch gleich selber schriebe, damit es auch authentisch rüber kommt? Alles, was man dazu bräuchte, wäre ein bisschen Erpressung hier und ein bisschen Intrige dort.

Während Ferdinand plötzlich an allem zweifelt, folgt die in Angst und Schrecken versetze Luise in ihrem Innersten einem ganz eigenem, von ihrem tiefen Glauben geleiteten Weg – für beide mit fatalen Folgen …

Quelle: Theater Aachen

Inszenierung Bernadette Sonnenbichler
Bühne Jens Burde
Kostüme Tanja Kramberger
Musik Martina Eisenreich
Dramaturgie Inge Zeppenfeld

Präsident von Walter Karsten Meyer
Ferdinand Robert Seiler
Hofmarschall von Kalb Rainer Krause
Lady Milford Bettina Scheuritzel
Wurm Thomas Hamm
Miller Andreas Herrmann
Frau Miller Elisabeth Ebeling
Luise Emilia Rosa de Fries
Kammerdiener Joey Zimmermann

Karten unter: http://www.theater-aachen.de

Aachen. Immer weniger Kinder und Jugendliche sind in einem Sportverein. Gründe dafür gibt es viele, wie etwa die Ganztagsschule oder aber auch das Überangebot von Freizeitmöglichkeiten. Noch vor wenigen Jahren waren Schüler im Regelfall mittags schon zu Hause und hatten somit genug Zeit, um nachmittags oder abends in den Sportverein zu gehen. Doch mittlerweile machen die Kinder nachmittags in der Schule Sport und sind auch sonst mit vielfältigen Angeboten, wie etwa dem Spielen im Internet oder auf der PlayStation, gesättigt. Den Sportvereinen geht somit der Nachwuchs verloren.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Um an diesem Zustand etwas zu ändern, tritt die Jugendabteilung des Vfb 08 Aachen e.V. massiv in die Offensive. Erst kürzlich ging der Verein gezielt in Grundschulen und Kindergärten, um die Kinder für den Fußballsport zu begeistern. „Wir wollen nicht warten, bis die Kinder irgendwann einmal zu uns kommen. Deshalb gehen wir eben direkt zu den Kindern“, erklärt Alexander Gösgens, 2. Vorsitzender des Vfb 08.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Die Resonanz auf die Aktion ist beachtlich. Mit ihrem Angebot rannten sie in den Aachener Schulen und Kitas offene Türen ein. Kurze Zeit später kann der Verein mit zwei F-Jugend-Mannschaften und einer Bambini-Gruppe aufwarten.

Und die durften am Wochenende bei den Fußballjugendtagen des Vfb 08 den Großen einmal zeigen, was sie schon alles drauf haben. Für die ganz jungen Nachwuchsspieler gab es ein Bambini-Turnier, während die F1-Mannschaft des Vfb 08 einen 7:1-Sieg gegen den S.V. Blau-Weiss 1946 e.V. einheimste.

Für den Verein geht es jetzt mit großen Schritten voran.

Über eine ganze Reihe Neuanmeldungen freut sich nun der Verein, dessen Jugendabteilung sich von Grund auf neu organisiert.

Die jungen Spieler müssen jetzt natürlich gut ausgestattet werden. Zum Glück hat der Vfb 08 erst neulich bei dem Förderprogramm „1.000 mal 1.000“ der Landesregierung NRW und des LandesSportBund NRW einen Zuschlag bekommen. Bei dem Förderprogramm wurden 1.000 Sportvereine mit jeweils 1.000 Euro unterstützt, wenn sie mit besonderen Sportangeboten die Gesundheit oder die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fördern.

Trainer und Vorstand des Vfb 08

Trainer und Vorstand des Vfb 08

„Besonders die Jugendförderung haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, berichtet Gerhard Johnen, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Vfb 08. „Ziel ist es, den Jugendlichen eine sportliche Aufgabe zu geben. Auf diese Weise lernen sie Ordnung, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamgeist sowie Fairness“, so Johnen. Diese Tugenden soll der Nachwuchs, wenn möglich in seinen Alltag übernehmen. Aber auch der Zivilisationskrankheit Bewegungsmangel soll entgegen gewirkt werden.

Bambini des Vfb 08

Bambini des Vfb 08

Der Vfb 08 ist einer der ältesten Sportvereine Aachens und hat seine sportliche Heimat mit einem der besten Kunstrasenplätze in Aachen im Leo-Vermeeren-Stadion.

Fußballbegeisterte Jungs und Mädchen sind auch fortan zu einem Schnuppertraining eingeladen. Egal, welche Nationalität, ob Neuanfänger oder Fortgeschrittener -beim Vfb 08 steht die Freude am Fußball im Vordergrund.

Quelle: Stadt Aachen

Du weißt, dass ein Ehrenmal nicht nur eine Aachener Bushaltestelle ist und verbindest Gothik mit mehr als einem schwarzen Ledermantel? Dann kannst du beim Tag des offenen Denkmals im September einiges in Aachen entdecken. An diesem Tag öffnen viele Kulturdenkmäler, die sonst nur selten oder nie zugänglich sind, ihre Pforten für Interessierte. Auch jede Menge Führungen zeigen Aachen einmal aus einer neuen Perspektive. So kann man sich auf dem Schneeberg Schauergeschichten über das ehemalige Leprosorium Melaten  anhören oder bei einem Rundgang in der Innenstadt über die Ursprünge des romantischen Klassizismus philosophieren. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag der „European Heritage Days“, deren Idee dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum feiert.

interaktive Karte mit allen Kulturstätten unter: http://www.tag-des-offenen-denkmals.de

Veröffentlicht im Klenkes – Das Stadtmagazin für Aachen

Die Vital Messe bietet Informationen rund um die Themen Gesundheit, Fitness und Prävention auf geballten Raum. Rund 100 Aussteller werden drei Tage lang den Besuchern des EUREGRESS Rede und Antwort stehen und neuste Trends im Gesundheitssektor präsentieren. Neben einem medizinischen Fachprogramm wird es auch jede Menge Vorträge zu unterschiedlichen Themen abseits der Schulmedizin geben. Eine abwechslungsreiche Bühnenshow rundet das Programm ab. Die elfte Vital-Messe wird eine Familienveranstaltung, so dass es auch für Kinder und Jugendliche einiges zu entdecken gibt.

Eine gesunde Mischung

Die Vital Messe richtet sich mit ihrem vielfältigen Themenangeboten an ein breites gesundheitsorientiertes Publikum – vom Senior bis zum Junior ist für jeden was dabei. An den Messeständen haben die Besucher die Möglichkeit direkt mit den Gesundheitsprofis ins Gespräch zu kommen. Unter den Ausstellern sind Experten jeder Coulour: Vom Sachverständigen für Schimmelpilze, über diverse Hilfsorganisationen, Vertreter von örtlichen Krankenhäusern bis zum Steuerberater für Heilpraktiker. Auch gesunde Ernährung und Bewegung sind dieses Jahr ein großes Thema. So kann man sich schnell einen Überblick über die Angebote von biologischen Lebensmitteln und die umfangreichen Bewegungsangebote verschaffen, die gerade  angesagt sind. Auch rund um das Thema Wasser wird es viele Informationen geben, ob zum Aachener Thermalwasser, zu ernergetisierten oder gefiltertem Trinkwasser – der richtige Umgang mit Wasser als Getränk ist aktueller denn je.

Vital Messe ist Publikums- und Fachmesse

Rund vierzig Fachvorträge von namenhaften Ärzten und Experten stehen auf dem Programm. Die Vorträge werden so gestaltet sein, dass sie von Laien wie von Experten gleichermaßen gut verstanden werden können. Das Spektrum reicht dabei von orthopädischen Themen, über die Notfallmedizin bis hin zur Krebsvorsorge. Aber auch die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen fühlen am Zahn der Zeit. Gleich mehrere Vorträge zum Thema Herzrythmusstörungen stehen daher auf der Agenda.

Gefragt sind ebenso Vorträge über den Umgang mit Krankheiten im Alter. In seinem Vortrag „Ist heute nicht Sonntag…?“ wird Dr. med. Rudolf Halacher, Chefarzt für Geriatrie und geriatrische Rehabilitation (Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen), am Freitagnachmittag den Umgang mit an Demenz Erkrankten im Alltag erläutern. Aber auch zu klassische Themen, wie Bandscheibenvorfall, Gelenkverschleiß oder Rückenschmerzen kann Expertenrat eingeholt werden.

Experten abseits der Schulmedizin

Ein ganzer Konferenzsaal ist Vorträgen gewidmet, die abseits der Schulmedizin viele Symptome und Krankheitsursachen beleuchten. Hier findet der Ratsuchende wichtige Tipps, wie etwa zu Themen der Hirnforschung, der Erziehung oder zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Um sein Gedächtnis fit zu halten, lädt sowohl am Freitag wie auch am Sonntag Dipl. Sozialpädagogin Hildegard Etzbach zu einer Schnupperstunde in Gedächtnistraining ein. Aber auch zu Problemfeldern wie der Drogenmissbrauch bei Kindern oder das Verstehen von Borderline-Syndromen kann man sich wertvolle Hinweise bei Experten abholen. Am Samstag Nachmittag beispielsweise wird Dipl. Psychologin Hannah Janßen über „Übergewichtigkeit und die Entwicklung in der Kindheit“ referieren. Aber auch ganz alltägliche Dinge sind Gegenstand von Vorträgen, wie etwa die Auswirkung von Kaffee auf unseren Körper.

Viel los auf der Bühne des Brüssel-Saals


Neben viel Information und Serviceangeboten kann der Besucher Zerstreuung im Brüssel-Saal suchen. Geboten werden orientalische und moderne Tänze, wie Jazzdance oder Breakdance. Mit dabei sein werden die Ballettschule Brigitte Erdweg, die Tanzgruppe des TV Weiden und die Tanzformation des TSC Grün-Weiß Aquisgrana. Mehrere Kindergruppen werden außerdem Theaterstücke und Einradperformances zum Besten geben. Zum aktiven Mitmachen lädt an zwei Tagen Irit Gottschalk von „Body & Soul Aachen“  ein. Mit Pilates und Yoga können die müden Knochen gedehnt, entspannt und gekräftigt werden. Hier werden Rückenschmerzen vorgebeugt, die Beweglichkeit gefördert und ganz nebenbei die Figur geformt. Am Sonntag werden abschließend drei ausgewählte und vorbildliche Projekte mit dem VITAL-Gesundheitspreis ausgezeichnet.

Nachdenken und Mitmachen für Kinder

Auch für Kinder und Jugendliche wird es spannend auf der diesjährigen Gesundheitsmesse. Zu Gast bei Vital ist „Der Strandläufer“ – das Umweltspielmobil von der Ostseeküste. An Board ist ein Meerespädagoge aus dem deutschen Norden, der den Kindern alle Fragen rund um das Meer, seine Bewohner und den Strand beantworten wird, die ihnen auf der Zunge brennen. Z.B.: Kann die Ohrenqualle hören, sind Seepocken ansteckend, gibt es Haie und Wale in der Ostsee und wo sind die Gezeiten geblieben…? Es darf aber auch fleißig angefasst, mitgemacht und gebastelt werden. In der Bernsteinwerkstatt können die Kinder aus einem unbehandelten Bernsteinstück ihren eigenen Schmuck herstellen und beim kleinen Paläontologen darf man sich versteinerte Fossilien, wie Hai- und Rochenzähne, Trioboliten, Donnerkeile, Seeigel und andere interessante Exponate von allen Seiten ansehen.

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter: http://www.vital-messe.de